00:00:00: Wenn der Markt kleiner oder schwieriger wird, sollte man nicht noch mehr die Ellenbogen ausfahren sondern versuchen gemeinschaftlich irgendwie daran zu gehen an diese Probleme.
00:00:09: Ich finde es einfach total schön zusammenzuarbeiten mit anderen Galerien.
00:00:13: ich verstehe einfach diese Konkurrenz diesen Konkurrentsgedanken überhaupt nicht.
00:00:18: Ich habe aber auch wirklich nur gute Erfahrungen jetzt gemacht mit unseren Partnergalerien auch wo ich diese Kunstwerke angefragt habe.
00:00:26: Die waren auch alle da, die fand das alltotal gut und die Künstler lösen sich auf immer mehr aus diesen Klammergriffen der Galerien.
00:00:35: Die haben einfach keine Lust drauf!
00:00:36: sagt Laura Athanasio, die wir zusammen mit Valentin Moog in der Pace Gallery in Berlin getroffen haben.
00:00:43: Und zwar zu einer Podcast-Liveaufzeichnung im wunderbaren Hof der Tankstelle an der Bülowstraße.
00:00:49: und heute wollen wir über ein ganz besonderes Thema reden nämlich über das Trinken – über Bars als sozialen Ort!
00:00:58: Es könnte kein besseres Werk aus der Sammlung der Nationalgalerie geben eines, das euch allen bekannt ist nämlich die Sonja von Christian Schad.
00:01:06: Wer sie nicht vor Augen hat kann sie googeln und wird sofort sagen genau, Sonja kenn ich!
00:01:11: Was hat es mit dieser Sonja auf sich?
00:01:14: Warum habt ihr sie euch ausgewählt um in diesem Gespräch darüber zu sprechen?
00:01:18: wie findest du... Wie nimmst du diese Sonja wahr?
00:01:22: Also ich glaube für Berlin war's einfach schon immer wichtig die Verbindung von Kunst und Gastronomie Als ich nach Berlin gekommen bin, auch das war eigentlich alles was ich immer faszinierend fand.
00:01:36: Früher als die Paris-Bahn noch gut fand, finde ich mittlerweile nicht mehr so gut.
00:01:40: Woran liegt's?
00:01:42: Ich glaube es gibt aber vielmehr Restaurants, die dieses Lebensgefühl besser hergeben mit netteren Kellnern.
00:01:50: Es liegt nicht an der Vennigrette oder sowas ganz spezifisches.
00:01:54: Ich finde es auch interessant, dass ich gerade im Moment so ein Gefühl habe, dass wieder eine neue Welle an Verbindungen von Gastronomie und Kunst kommt.
00:02:04: Weil irgendwie lange nichts mehr kam nach dem Grill um wieder zu Sonja zurückzukommen.
00:02:09: Das war einfach schon immer so.
00:02:10: die Künstler sind ja auch immer die schönsten Gäste.
00:02:12: Die müssen auch immer dabei sein, dass alle eine gute Zeit
00:02:16: haben.
00:02:16: Und beim Stichwort Schönheit können wir vielleicht kurz unseren zweiten Gast heute rüber schwenken nicht weil er so schön ist sondern weil Sonja so schön angezogen ist.
00:02:24: und Valentin du bist unter anderem auch in der Mode tätig gewesen und bist es auch immer wieder.
00:02:30: im Moment betreibst Du hier die Bar in der Pace Gallery als Barkeeper als Matre wie man vielleicht auch sagen könnte aber du interessierst dich sehr für Mode.
00:02:38: was fällt dir bei dieser Sonja auf wenn du sie ansiehst?
00:02:41: Ja, genau.
00:02:42: Ich bin der Kneipje zur Zeit hier in Nebava Beene und ja bei der Sonja ist es auch unglaublich zeitlos was die Damen anhatten.
00:02:52: Das könnte jetzt genau so eine Szene sein in der Stadt.
00:02:55: Also wenn
00:02:55: ich jetzt denken würde, wo treffe ich diese Frau?
00:02:57: Dann ist das mit den weißen Tichtüchern im Champagner und den gut angezogene Leuten dahinter auf jeden Fall des Postits in der Ludwig
00:03:03: Kürsstraße.
00:03:05: Die schaffen sehr immer wieder mit den weissen Tichtecken und trotzdem der großen Terrasse draußen so ne Art von ein bisschen sehr gepflegter Anaschi einzuführen.
00:03:14: Man sitzt im Boss-Titch auch gerne so ähnlich nah wie es hier auf den Figuren der Sonja von Christian Schad ist, man ist immer meistens mit einer Pro-Backe dem Nachbarn aufm Schoß was je nachdem wer der Nachbar ist auch Spaß machen kann.
00:03:27: Ganz genau das ist ja der Witz an der Sache, das ist so eng dass man ist beieinander da und Kontakt mit dem Gast nebenan und das habe ich auch da immer sehr, sehr genossen auf jeden Fall.
00:03:38: Dieser Kontakt kommt dann ja vor allem zustande unter dem Einfluss von Alkoholfull Disclosure.
00:03:42: Das ist der erste Podcast in dem ich wahrscheinlich jetzt schon betrunken bin weil das so super gut auf die Magen Schleimhaupt knallt wenn man den ganzen Tag nichts gegessen hat und jetzt schon beim Negronis Pagliato sitzt den du meisterhaft gemixt hast.
00:03:55: lasst uns kurz einmal über diesen Tisch schwenken.
00:03:58: wer trinkt hier was?
00:03:59: Und wofür steht das wohl Laura?
00:04:00: Was hast Du dir für einen Getränke wählt?
00:04:02: Bier auf Eis.
00:04:03: Ich finde, dass es mit super Apparitiv vor allem wenn man nicht zu Hause gegessen hat.
00:04:08: Es knallt einmal nicht so sehr rein wie deine Groni vielleicht und Goan unsere andere Barkeeperin die auch sehr fantastisch ist, hat mir das nahegelegt.
00:04:17: in Asien.
00:04:17: Das trinkt man auch sehr viel Bier auf Eis.
00:04:20: Das schmeckt einfach fantastisch!
00:04:22: Du trimmst Bier aus der Flasche?
00:04:24: Äh ja... ich habe so ein Peroni aus der flasche hier vor mir stehen.
00:04:29: ist es einfach.
00:04:32: Man muss gar nicht immer kompliziert sein mit Cocktails, ich finde hier komme ich selten in Berührung wenn ich selber für mich mache.
00:04:37: Ich glaube dass ja wenn ich an Orten bin wo sie sehr gut können dann finde ich das.
00:04:40: wie zum Beispiel In der Victoria war trinke ich auch manchmal ein oder zwei Cocktails aber auch immer wieder einen Becks.
00:04:47: Was hast du dir... Becks ist super von einem Nacht zum vier auf nach Hause weg oder fünf.
00:04:51: was hast Du dir bestellt liebe Charlotte?
00:04:54: Ich habe... ich brauche Mikro, ich brauch ein Mikro.
00:04:58: Ich habe einen French Seventy-Five genommen.
00:05:00: Ich wollte eigentlich ein Whisky Sour nehmen um zu erfahren dass es keine Sours gibt.
00:05:04: macht nichts!
00:05:04: Ich finde den Drink den ich jetzt habe ganz wunderbar.
00:05:07: der ist sehr erfrischend und hat diese säuerliche Note des genaues Richtige wenns besonders heiß ist.
00:05:12: also ja
00:05:14: Was ist drin im French Seventy Five?
00:05:16: Und ich kannte den noch nicht muss ich gestehen.
00:05:19: Ist der bekannt?
00:05:20: Ja das sind relativ klassische Trink.
00:05:22: Das ist Gin Zucker, Zitrone und Champagner.
00:05:25: Wenn wir schon bei den Drinks sind, würde ich gerne über eure Bar-Erinnerungen und auch über ihre Bar Blackouts sprechen.
00:05:33: Laura was ist die schönste Bar Erinnerung, die du noch hast?
00:05:38: Und das größte Blackout dass du nicht mehr hast?
00:05:41: Ich habe so...ich kann mich ja nichts erinnern eigentlich in meinem Leben.
00:05:46: Blende alles immer sofort aus.
00:05:48: also die schönsten Erinnerungen ist natürlich jetzt mit der Baba Bene Glaub ich, als alles fertig war.
00:05:53: Weil es natürlich noch wahnsinnig chaotisch war irgendwie kurz vorher irgendwie... Alles ggf nicht funktioniert.
00:06:00: und dann der erste Drinks war auch ein French Stilling-Fall.
00:06:03: Das ist auch einer meiner Lieblingsdrinks.
00:06:05: das so einer schönsten Drinks nehme ich jetzt an der Neue und Blackout drunk weil ich glaube ich ist die letzte mal im Jahr zwei tausend acht und daran habe ich gar nichts gegessen.
00:06:16: Die besten Dinge bleiben mir ja ungesagt und die besten Erinnerungen wahrscheinlich vergessen.
00:06:20: da muss man so gucken Ich glaube mein bester Win, weil es ist ja ein bisschen immer wie an der Slotmaschine ziehen, wenn man nachts losgeht.
00:06:28: Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man... Aber das erste Mal habe ich dann richtig gut heute in einer Bar kennengelernt und daher kennen wir uns auch aus der Nacht.
00:06:35: Deswegen ist das vielleicht auch jetzt full circle dass wir die bar hier betreiben.
00:06:38: Das war cool.
00:06:39: Ansonsten, Blackout Drunk weiß ich nicht Es ist was für eine Matüre
00:06:45: Kann er nicht so viel beitragen, was Blackouts angeht.
00:06:49: Aber was die schönsten Barmomente?
00:06:51: Na ja, da gibt's doch einige.
00:06:53: Also immer wenn man irgendwie... Ich find es am besten, wenn man gar nicht so den Alkohol so doll spielt sondern wenn man kurz auf dieser Moment, wenn der Drink gerade so wirbt und wenn einfach alles so eine luftig leicht sommerliche Stimmung wie jetzt gerade ist und ein gutes Gefühl macht oder?
00:07:08: Und das muss natürlich auch irgendwie in einer Umgebung sein, die toll ist.
00:07:11: also ich finde solche Eulenspiele... Wir haben jetzt auch ein Bild in unserer Vorbereitung ausgewählt.
00:07:16: Das ist so ne richtige Kneipenszene.
00:07:18: Stichwort erst der Weltkrieg im Vordergrund und die Skatspieler von Otto Dix.
00:07:23: Solche Orte reizen mich, obwohl es inzwischen ja auch Kids-Kneipe so ein Riesending ist wo's irgendwie noch Schulli gibt und sowas.
00:07:30: Das ist zum Beispiel sind Orte.
00:07:32: da bin ich einfach raus.
00:07:34: das ist überhaupt nicht mein Fall also dann lieber so romanisches Café wo Sonja ist, da fühle ich mich verortet.
00:07:41: Ich wünsche das gäbe wieder so einen Ort in Berlin wo dieses Cafégefühl, Caféhaus Tag und Nacht offen, um halb zehn noch ein kleines Stück Sachertorte essen.
00:07:50: Irgendwie nach Empfang werden kann.
00:07:51: Das bräuchte es wirklich!
00:07:53: Vielleicht macht das jemand...
00:07:54: Ich würde sagen, das Bostisch kann noch an seinen Öffnungszeiten arbeiten.
00:07:57: Wir brauchen eine Schicht mehr hier mit beantragtem kleinen Blick ins Publikum wo Assanesit der allen Hörerbimm natürlich bekannt ist.
00:08:06: Ich erinnere mich an einen Barmoment mit Isar Genskin in der heilen Welt als die heile Welt noch ne coole Bar war in der Mottstraße.
00:08:13: Das ist sie leider nicht mehr.
00:08:15: Das waren auch so die Zeit wo Udo Walz und Oberreite irgendwie dort hingegangen sind und eben auch Isar Genzken zu später Stunde am Tresen zu treffen war.
00:08:23: Sie hat dann irgendwann den grandiosen Satz gesagt, ich bin der höchste Schule und du bist die hässlichste Person, die ich hier gesehen habe.
00:08:30: Und hat das mit ausgestrecktem Zeigefinger in Richtung eines Schwulen gesagt?
00:08:35: Das war großartig!
00:08:37: Sie hat dann aber tatsächlich leider Hausverbot dort gekommen... und glaube ich noch in der Nacht einen Einkaufswagen auf der Motsstraße mit in ihr Studio genommen, der dann in der Skulptur schwules Baby drei mündete.
00:08:51: Mir ist noch ein schöner Barmoment eingefallen, jetzt wo du gerade über Motsstraße spielst und zwar das ist noch gar nicht so lange her.
00:08:56: Ich würde es nicht irgendwie superlettiv schönsten nehmen aber war vor einiger Zeit mit meinem Bruder im Hafen und wir trinken da total gerne Kosmos und da bin ich auch getroffen und an dem Abend wurde zwar das Papamier von meinem Bruder geklaut aber es war trotzdem ein wunderschöner Abend irgendetwas.
00:09:11: Ich habe den sehr guten Erinnerungen.
00:09:12: Es war sehr lustig!
00:09:14: Ich habe es nicht geklaut.
00:09:15: und ich erinnere Ihnen auch noch, da das Grill Royal ja heute Abend auch schon gefallen ist können wir nochmal kurz rüber schwenken auf die Arbeit einer Künstlerin, die von Pace vertreten wird.
00:09:25: Nämlich Alicia Quade.
00:09:26: über welche Arbeit rede ich hier?
00:09:28: Laura, die du glaube ich damals auch in ihrer Produktion sogar begleitet hast.
00:09:32: Genau
00:09:32: dabei ist mir auch eingefahrenes letzte Mal Blackout drunk war ich wahrscheinlich mit Alicia Quad.
00:09:36: Im Grill Royal!
00:09:38: Also das is ein Haufen Scherben Und zwar sind das Champagnerflaschen aus dem Grill Royal.
00:09:45: Genau, und der ist ja auch in eurer Seite.
00:09:47: Ja, untausend neunhundertneunundsiebzig leere Liter Champagner.
00:09:51: Genau!
00:09:52: Da hat es auch wieder stifert.
00:09:54: Das Arbeit wurde im Hamburger Bahnhof Nationalgalerie der Gegenwart ausgestellt.
00:09:59: Es war so eine Ausstattung mit mehreren Werken von altes Jahrquade.
00:10:03: Da ist wieder der rote Farben, im Spiel.
00:10:05: Wir springen sozusagen direkt von der Zeit achtundzwanzig nach.
00:10:08: Das ist natürlich auch dazwischen noch einiges in der Kunstgeschichte passiert aber... Es
00:10:12: wurde immer getrunken?
00:10:13: Ja und vor allem Sonja.
00:10:16: als moderner Frauentypus, der heute im Wurstdich sitzen könnte habe ich gedacht eigentlich gar nicht so schlimm wenn es diesen krassen Zeitsprung
00:10:24: gibt
00:10:24: weil das ja im Grunde schon die Monate ist wie jetzt.
00:10:28: Dann sprechen wir auch ein bisschen über es jetzt und tatsächlich endlich über die Bava Vene, in der wir heute sozusagen sitzen dürfen.
00:10:36: Du hast das vorhin schon gesagt Valentin, ein Projekt von Friedrich Kunath.
00:10:41: Wie kam dieses Projekt zustande Laura?
00:10:44: Was war euer Anliegen?
00:10:46: Und hast du nicht erstmal darüber nachdenken müssen ob man eine Bar in der Galerie machen darf?
00:10:51: Ihr seid ja auch in einer amerikanischen Galerie.
00:10:55: Ich hatte diese Idee mit Friedrich, dass wir das machen wollen und das erste war natürlich
00:10:59: No
00:11:00: Way aus New York.
00:11:05: Wir machen alles selber, müssen euch nicht kümmern.
00:11:08: Zehn Anwälten kamen sie da an aber es war dann am Ende total easy.
00:11:12: das Ordnungsamt und hat uns eine Lizenz erteilt hätte ich niemals gedacht.
00:11:17: Eine Ausschanklizenz als ordentliche.
00:11:19: Temporär
00:11:20: begrenzt?
00:11:20: Genau!
00:11:21: Also eigentlich wollten wir noch eine Ausstellung korrektieren dazu die halt ein bisschen dazu passt zu Bar und zu der Nacht.
00:11:28: Dieses Vergänglichste ist auch einfach so schön.
00:11:30: Ich dachte, dieses Sommer in Berlin sind so fantastisch und da passt einfach eine Bar so gut dazu.
00:11:36: Und dann braucht man unbedingt jemanden der diese Bar betreibt weil wir können das leider alle nicht und so kam es an.
00:11:41: Dann kannst du ja vielleicht erzählen Valentin wie du dich mit Friedrich zusammengefunden bist?
00:11:46: Achso, das war relativ spontan auch für mich.
00:11:49: Ich hatte eigentlich gerade in New York gewohnt und habe da wieder Klamotten gemacht.
00:11:54: Und war dann zurück wegen Visum, genau.
00:11:56: Es ist eine relativ unentspannende Zeit vor Ort.
00:11:59: Dann war ich hier, traf am zweiten, dritten Abend wieder in Berlin-Kriebrich im Grill Royal.
00:12:05: Er saß an dem Tisch nebenan oder am gleichen Tisch.
00:12:08: Wir haben uns über Anzüge unterhalten.
00:12:09: es ging weiter wir haben viel gelacht und haben uns noch mal verabredet zum Fußballgruppen.
00:12:17: Woche vor Eröffnung der Bar oder zehn Tage, und dann kam der Anruf rein.
00:12:22: Derjenige, der die eigentlich betreiben sollte, relativ spontan abgesprungen ist.
00:12:26: Und dann
00:12:27: war
00:12:28: das relativ einfache Antwort weil wir wollten ja Fußball gucken dass ich das mache.
00:12:35: Wir haben Sonntag hin und dann war Montag Hätte ich zugesagt, dann habe ich gesagt, da braucht es auf jeden Fall nur andere Personen.
00:12:43: Dann habe ich Goan gefragt die auch viel Bar-Fahrung hat und genau für so einen Spaß zu haben ist.
00:12:48: So es geht nächste Woche los!
00:12:50: Wir wissen nicht genau wie's wird und mal gucken Genau.
00:12:53: Und dann haben wir das zusammen gemacht und jetzt sind wir hier.
00:12:56: Wir müssen zu vielleicht nochmal kurz in die Historie dieses Ortsgäne, der ursprünglich mal eine Tankstelle war.
00:13:02: Dann auch lange Zeit das Privathaus von Jörg Judin, der diese Tankställe weise erworben hat, in den ich glaube, achtziger Jahren oder neunziger Jahren?
00:13:11: Ich weiß es nicht genau aber für einen Appel und ein Ei und er hat es dann sehr schön umgestaltet kann man online schön nachsuchen gibt's AD Home Stories bei Jörgs Zuhause wie er kocht.
00:13:21: Dann wurde ist das Grossmuseum und in der Zwischenzeit ist es die Galerie Tankstelle.
00:13:26: Und jetzt ist es eben die Bar in der Galerie in der Tankställe, also es ist unglaublich modular und kann ständig umfunktioniert werden.
00:13:32: aber rein technisch wie bringt man die Wasserversorgung dahin wo sie jetzt liegt?
00:13:37: weil wir müssen wissen für alle die vielleicht noch nicht vor Ort waren und erst nach diesem Podcast hingehen?
00:13:42: Die bar ist momentan an einem Ort wo sonst Bilder an der Wand hängen und jetzt kommt da Wasser raus und Bier und Drinks!
00:13:49: Wie geht das?
00:13:54: Jeder Drink.
00:13:57: Wir haben natürlich kein gezapftes Bier, wir haben nur Flaschenbier.
00:13:59: unten im Keller gibt es natürlich Fiesentwasser so wie wir tragen immer alle Getränke hoch also alle Gläser hoch und runter das wird einem unten gespült kommt ja nach oben.
00:14:07: man ist natürlich ein bisschen limitiert in der ganzen Sache.
00:14:10: wir haben zum Beispiel auch da wir oben keinen fiesentwasser haben schütteln wir keine Drinks z.B.
00:14:16: wir gerühren alle Drinks deswegen genau und es ist natürlich schon ein bisschen bar light vielleicht wenn man so sagen will, aber deswegen nicht unbedingt schlecht.
00:14:26: Wir haben einfach eine sehr dezidierte Karte viele italienische Klassiker auf der Karte.
00:14:30: Deswegen ist das alles trotzdem machbar auf jeden Fall.
00:14:33: Ich würde eine Sache brennend interessieren, als es um die Vorbereitung dieser Bar ging.
00:14:38: Oder wo hatte man gedacht, dass das Risiko besteht wenn man mit zehn Anwälten ankommt?
00:14:43: Also Schanklizenz okay, Alkohol-Konsum okay.
00:14:47: aber ich kann mir keine weiteren Risiken vorstellen, die so große Bedenken ausgelöst haben.
00:14:52: Das müsste ja sonst...
00:14:53: Image Problem Fragezeichen
00:14:55: Ja, okay.
00:14:56: Und Alkohol-Konsum als gesellschaftlich akzeptierte Droge richtig?
00:15:00: Unlawful behavior.
00:15:01: Leider
00:15:02: dann hast du noch nicht von einer großen amerikanischen Firma gearbeitet.
00:15:05: was mehr habe
00:15:06: ich nicht.
00:15:07: Das ist... Ich weiß nicht welcher riesigen wir alle gesehen haben also zumindest die.
00:15:11: Ich hab mich dann auch irgendwann mal gewerbt und hat einfach gesagt ihr müsst mich jetzt machen lassen.
00:15:14: das ist immer noch Berlin hier.
00:15:19: Sie wollten von uns auch, dass wir jedes einzelne Teil, das wir verbauen auf Brandschutzbestimmungen prüfen lassen.
00:15:29: Sobald
00:15:29: ein deutsches Ordnungsamt sagt es ist in Ordnung kann
00:15:32: man sich entspannen
00:15:33: würde ich sagen aber ja es ist natürlich.
00:15:36: ich denke auch für uns war es gar keine so große voraus.
00:15:39: also ich habe mit Alice gerade zum Beispiel auch total ihre Ausstellungen aufgebaut, auf der ganzen Welt irgendwie.
00:15:46: Zwanzig Tonnen Steine irgendwo hingekart und was für verrückte Ausstellung man eh schon gemacht hat in der Galergie.
00:15:53: Da finde ich das eigentlich noch relativ harmlos muss ich sagen.
00:15:57: Nachdem wir jetzt über die Logistik gesprochen haben... Was sehen wir in der Basis?
00:16:01: Wurde ja schon gesagt es ist auch eine Groupshow.
00:16:04: Welche Künstler sind eigentlich on view und wie kam dieser kuratorische Kniff sozusagen zustande?
00:16:11: Es sind viele Künstler aus Berlin und wir wollten den Fokus so ein bisschen auf die Stadt machen.
00:16:16: Also Martin Eder, Norbert Beski, Monika Bonvicini, Alicia Quade, Gregor Hildebrands in Eishoop.
00:16:23: Künstlern, die ich total wichtig finde in dieser Stadt, die diese Stadt mit geprägt haben, die man auch total viel in Bas sieht.
00:16:31: Deswegen passt das auch ganz gut.
00:16:32: Alle, die einem so ein gutes Gefühl geben, auch so ein bißchen mit der Thematik der Nacht oder des Vergänglichen und eigentlich alles sehr spontan entstanden.
00:16:41: die ganze Show und auch arbeiten von Friedrich Kuhner natürlich.
00:16:45: Und was interessant ist diese Künstler, die du gerade genannt hast sind ja überhaupt nicht alle represented by PACE und ihr fahrt hier ja ohnehin so ein ganz interessantes sozusagen partnerschaftliches Modell mit der Galerie Judin um Schulterschluss Was beobachtest du da, was tut sich vielleicht auch gerade?
00:17:03: Was ist möglich, was vor fünf oder zehn Jahren vielleicht noch undenkbar gewesen wäre.
00:17:08: Es passt total gut in unsere Zeit.
00:17:10: also ich finde wenn der Markt kleiner oder schwieriger wird sollte man nicht noch mehr die Ellenbogen ausfahren sondern versuchen gemeinschaftlich irgendwie daran zu gehen an diese Probleme die wir alle irgendwie haben im Kunstmarkt, wobei ich das auch nicht so finde.
00:17:24: Ich finde einfach der Kunstmarkt hat sich beruhigt und das ist wahrscheinlich so.
00:17:28: jetzt sind wir da wie er auf sein sollte.
00:17:30: es ist nicht mehr so überhitzt dass es einfach die Sachen sind was wert aber sie sind nicht zu viel wert und ich finde es einfach total schön zusammenzuarbeiten mit anderen Galerien.
00:17:40: ich verstehe einfach diese Konkurrenz diesen Konkurrenzgedanken überhaupt nicht.
00:17:46: Ich habe aber auch wirklich nur gute Erfahrungen jetzt gemacht mit unseren Partnergalerien, auch wo ich diese Kunstwerke angefragt habe.
00:17:54: Die waren auch alle da.
00:17:55: die fand das alltotal gut und die Künstler lösen sich auf immer mehr aus diesen Klammergriffen der Galerien.
00:18:03: Die haben eben keine Lust drauf!
00:18:04: Sie wollen einfach bei diesen Chancen mitmachen warum noch nicht?
00:18:08: Interessant wenn man dir zuhört hat man fast das Gefühl dass was ihr macht ist eine Kleine, sehr langsame und ein bisschen betrunkene Messe.
00:18:21: Ja eigentlich ja!
00:18:22: Aber es ist immer noch eine Ausstellung.
00:18:24: Obwohl ne Messe ist auch eine Ausstellung.
00:18:25: Wir bringen zu unseren Messen wirklich die besten Arbeiten mit, die wir haben.
00:18:30: Ich will das gar nicht so runter sprechen.
00:18:32: Manche denken vielleicht ein bisschen zu kommerziell gedacht aber ja... Es ist eine lange, betrunkene Messe!
00:18:39: Für alle die noch nicht in der Bar waren, müssen wir vielleicht noch ein bisschen beschreiben.
00:18:43: Dass es eben nicht nur Kunst dort zu sehen gibt sondern das ist natürlich alles in so einem rotvioletten Farbturm gestaltet.
00:18:52: überall sind auch lauter Details die man in den Regalen entdecken kann wie so kleine Mitbringsel aus aller Welt die da zusammengestellt sind alte Platten.
00:19:00: Hat das Friedrich Kuhn dazu gestaltet?
00:19:02: Wie kam es und wie hat sich so diese ja fast private Sammlung, die da zu sehen ist ergeben.
00:19:07: Ist das seine Sammlungen?
00:19:08: Könnt ihr uns darüber ein bisschen was erzählen?
00:19:10: Also ich glaube der Friedrich hatte viel mitgebracht als ein Mix aus so Objekt-Rühwéns... da oder viele sind auch dann auf cell A oder ähnlich wie in LA.
00:19:20: Es klingen ihm auf jeden Fall so, wie er es mir erst erzählt hat und ist sehr persönlich.
00:19:26: Denn die Bar
00:19:27: ist ja der Eins-zu-Eins Nachbau oder ein sehr geteilgetreuerer Nachbauch seiner Bar in seinem Studio in LA.
00:19:33: Die wurde dann erzählt, das ist relativ einfach.
00:19:35: bei allen Tieren guckst du, dann kannst du rein Und dann gibt's eine Feuerwehrleiter, da rutscht man runter.
00:19:40: Da steht dann Goodbyes Sadness und noch einmal ist mal in der Warmen wie ich hier in einem samtenden Teppisch eingekleidet.
00:19:48: Der Bahntrisen wäre so ein bisschen kürzer, aber per se ist es dasselbe.
00:19:53: Das ist ja eine Ausstellungspraxis.
00:19:55: Wer glaube ich das Fachwort, die Friedrich durchaus schon ein paar Mal praktiziert hat?
00:20:00: Es gibt sein Kinderzimmer zum Beispiel als ein Objekt, dass auch immer wieder installiert und aufgebaut wird.
00:20:07: Zuletzt war es hier in Berlin im Kindle-On View.
00:20:10: Wie geht ihr damit um?
00:20:11: als Galerie?
00:20:12: Das sind letztlich Werke, die aus so vielen Einzelobjekten bestehen.
00:20:16: Gleichzeitig sind sie nicht wirklich... Verkäufe nicht?
00:20:19: Könnte man dieses Kinderzimmer oder die Barabena als gesamtes Ensemble kaufen.
00:20:23: Das
00:20:23: haben wir uns tatsächlich überlegt, ich wollte die Barabbene verkaufen und unser CEO Marc Limscher hat dann gesagt nein das kann man auf keinen Fall verkaufen, man kann keine Coolness verkaufen.
00:20:35: Schade!
00:20:36: Ich glaube ich hätte es verkaufen können aber ich glaube dass ist total wichtig in diese Welt von friedlich so einzutauchen um ihnen zu verstehen und seine Kunst.
00:20:45: Und dafür ist auch dieses Kinderzimmer so gut, oder diese Bar ... Ich finde das einfach so schön, dass selbst wenn du nichts mit Kunst zu tun hast, du kennst dich gar nicht aus, dann kommst du hier rein und kannst mitmachen einfach!
00:20:58: Du bist mitten in der Kunstinstellation ohne dass du es weißt.
00:21:01: Du musst keinen Knowledge haben, du musst nicht irgendwie in einem blöden White Cube stehen was peinliches fragen, wenn du eine Frage hast.
00:21:11: Das finde ich auch so schön bei seinen Installationen und dass man das einfach verstehen kann.
00:21:16: zum Beispiel mein Sohn ist fünf Jahre alt.
00:21:18: Der gibt es auch!
00:21:20: Und das finde ich eh das Schönste an der Kunst.
00:21:23: Wem hättest Du die Barbara Bener am allerliebsten verkauft?
00:21:26: Egal ob es schon ein Kunde ist oder noch einer werden könnte.
00:21:30: Wo würdest Du sie sehen?
00:21:31: Wo könnte sie weiter existieren?
00:21:33: Natürlich
00:21:33: in Berlin.
00:21:34: also Ich hätte mir gewünscht... Vielleicht geht es ja auch irgendwie weiter.
00:21:37: Ich weiß nicht, ob Sie jemanden kaufen will?
00:21:40: Nein!
00:21:40: Wir wollen sie nicht verkaufen aber ich hätte sie gerne in Berlin gehabt einfach nur weil die Schwestern war steht in LA und wir in Berlin brauchen eigentlich eine Barbabäne.
00:21:51: Ich finde auch LA und Berlin sind sich auch so ähnlich so widespread natürlich irgendwie auch total anders aber immer so hässlich Und die Barbabän ist so schön.
00:22:01: das hätte mir gut gefallen wenn ich hier bleiben würde.
00:22:05: Laura, du hast gerade gesagt dass Kunst in Bars sogar anders ist als Ausstellung die InviteCube-Atmosphäre stattfinden.
00:22:13: Wäre das so Neues?
00:22:14: Museums, Galerieformat.
00:22:16: Dass man dauerhaft ... Es gibt ja auch Orte, wo viel Kunst hängt und Restaurants, aber euchten wir davon nicht wirklich noch mehr dieses Konzept-Ausstellungen in regelmäßigen Abständen mit wechselnden Werken und nicht nur privaten Sammlungen, die dauerhaft verortet sind in offenen Orten wie Cafés oder Bars zu installieren?
00:22:35: Ja, also hundertprozentig!
00:22:38: Ich bin sowieso kein Verfechter vom Wildcube und halt eben gerade dieses Restaurantkunst ist so wichtig und so schön.
00:22:46: Und das könnte man auch viel mehr ausbauen, dass wir hier ja ein Café haben allein schon in der Galerie im Hof.
00:22:53: Es ist so ein ganz anderes Gefühl einfach weil es diese Schwelle nicht gibt die du übertreten musst wenn du in eine Galerie kommst.
00:23:00: Dass es dir unangenehm ist, das ist ja alles weg.
00:23:03: und deswegen wünsche ich mir natürlich solche Orte.
00:23:06: Und ich glaube, man kann sagen du gestaltest gemeinsam mit Judim diesen Ort ja auch wirklich als neuen sozialen Ort hier in Berlin.
00:23:13: Es gibt das Zeitcafé ist es eigentlich immer voll die Leute essen Kuchen und gucken sich Kunst an.
00:23:18: sehr guten Cappuccino.
00:23:19: was sind vielleicht mögliche andere Formen, die dieser Ort in der Zukunft noch annehmen könnte?
00:23:26: Wir sprachen darüber die Bar in der Galerie in der Tankstelle.
00:23:30: Womit könnte man dieses erste Wort noch ersetzen?
00:23:33: Was könnte noch alles in der Galerie, in der Tankstelle
00:23:36: stattfinden?".
00:23:37: Ich habe mir überlegt was toll wäre wenn man übernachten könnte.
00:23:41: In der Galerie so ein Night-in the Museum.
00:23:44: Da bin ich jetzt gerade dabei zu überlegen wie das funktionieren könnte.
00:23:48: da werde ich wahrscheinlich auch wieder mit dem Ordnungsamt sprechen müssen.
00:23:51: aber ich bin ein großer Fan von diesen Konzepten und das sind auch ehrlich gesagt immer die Ausstellungen gewesen die mir so im Kopf geblieben sind, die halt immer ein bisschen anders waren.
00:24:00: Also natürlich auch einzelne Werke.
00:24:02: aber wenn ich mich an Ausstellung erinnere dann waren die meistens so Experience Baustellung, so blöd sie auch klingt.
00:24:09: Wie fällt mir ein?
00:24:10: Gab es sich mal diese Karsten-Höller Ausdrucker?
00:24:13: Genau die!
00:24:14: Die Freunde der Nationalgalerie.
00:24:15: Ja,
00:24:15: auch von den Freunden der Nationalgalerie und da könnte man auch übernachten, könnte man nicht von diesen Erfahrungen was du alles in Sachen Ornosamt abgestimmt werden musst du profitieren.
00:24:22: ich meine Museum hat wahrscheinlich nochmal strengere Auflagen als ein privater Galerie.
00:24:25: Ich glaube ich auch.
00:24:26: Und dann...
00:24:27: Ich fragte mich auch ob das wirklich jemand gemacht hat da übernachtet hat.
00:24:30: Müssten wir mal ins Publikum
00:24:31: gucken?
00:24:32: Ja, gab es.
00:24:32: Also nicht von... Aber auf jeden Fall!
00:24:35: Man konnte da übernachten.
00:24:36: Das haben auch Leute gemacht.
00:24:37: Ich kannte niemanden aber
00:24:38: ja und Rentier.
00:24:39: Mit
00:24:40: so einem
00:24:40: Rentieren
00:24:41: genau.
00:24:42: Genau.
00:24:42: Da war ich dabei.
00:24:45: Sehr schön.
00:24:46: Ich glaube du solltest daran arbeiten und dich auf jeden fall nicht von den Kollegen aus New York ins Boxhorn treiben lassen.
00:24:54: Sehr schön.
00:24:55: Wir sitzen hier an einer Bar, ich glaube wir blicken in ein durstiges Publikum und ich würde vorschlagen, wir können an die Barbara Bene gehen und diesen Innenhof verlassen und den Rest des Abends gemeinsam
00:25:07: genießen.
00:25:08: Danke danke!
00:25:10: Dankeschön!