KUNSTPAUSE. Folge #66 Christian Schad × Laura Attanasio × Valentin Mogg
In dieser Folge der KUNSTPAUSE sprechen Felix von Boehm und Charlotte Paulus mit Laura Attanasio und Valentin Mogg über Christian Schads „Sonja“ von 1928 und die besondere Verbindung von Kunst, Bars und Berliner Nachtleben. Das Gemälde wurde 1997 von den FREUNDEN der Nationalgalerie aus Mitteln der Stiftung Ingeborg und Günter Milich für die Nationalgalerie erworben. Christian Schad zeigt Sonja als selbstbewusste junge Frau in einem Berliner Kaffeehaus – elegant gekleidet, rauchend und mitten im gesellschaftlichen Leben der Großstadt. Fast hundert Jahre später wirkt die Szene erstaunlich gegenwärtig und wird zum Ausgangspunkt für ein Gespräch über Bars als soziale Orte, Begegnungen in der Nacht und die Frage, warum Kunst und Gastronomie in Berlin seit jeher so eng miteinander verbunden sind.
Von Schads „Sonja“ führt das Gespräch zur Gegenwart und zur Bar Va Bene von Friedrich Kunath in der Pace Gallery Berlin. Die funktionsfähige Bar ist eine detailgetreue Reproduktion der privaten Bar in Kunaths Studio in Los Angeles und bildet das Zentrum der Gruppenausstellung „Goodbye Sadness, Hello Sadness“. Zwischen Drinks, Kunstwerken und persönlichen Erinnerungsstücken verschwimmen hier die Grenzen zwischen Ausstellung und sozialem Raum. Laura Attanasio und Valentin Mogg sprechen darüber, wie ein solcher Ort entsteht, warum Kunst außerhalb des klassischen White Cube zugänglicher werden kann und weshalb Zusammenarbeit und Offenheit gerade in einem sich verändernden Kunstmarkt an Bedeutung gewinnen.
Christian Schad SONJA > > > Zum Werk
Laura Attanasio leitet als Senior Director den Berliner Standort der Pace Gallery. Seit 2023 verantwortet sie die Aktivitäten der Galerie in Berlin und im deutschsprachigen Raum. Zuvor war sie unter anderem Partnerin der König Galerie. Für die Ausstellung „Goodbye Sadness, Hello Sadness“ entwickelte sie gemeinsam mit Friedrich Kunath die Idee, dessen Bar Va Bene nach Berlin zu bringen und die Galerie für den Sommer in einen Ort zwischen Kunst, Gastronomie und Nachtleben zu verwandeln.
Valentin Mogg ist in der Mode und Gastronomie tätig. In der Pace Gallery Berlin leitet und betreibt er die Bar Va Bene und steht dort auch selbst hinter der Bar. Sein Interesse für Mode bildet im Gespräch zugleich einen Ausgangspunkt für den Blick auf Christian Schads „Sonja“ und ihre bis heute erstaunlich zeitgemäße Erscheinung.
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