Kunstpause | Podcast der JUNGEN FREUNDE der Nationalgalerie

Kunstpause | Podcast der JUNGEN FREUNDE der Nationalgalerie

Transkript

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00:00:02: Für mich sind Künstler in unserer heutigen Zeit und natürlich auch Künstlerininnen schon die Heroes.

00:00:09: Unglaubliches Rollenmodell für mich, weil sie total international sein müssen.

00:00:15: Das hat sich komplett verändert.

00:00:16: Sie sind international.

00:00:18: Sie müssen sich permanent verändern!

00:00:20: Sie haben permanent den Druck.

00:00:23: Auf der einen Seite will ich das tun, was mir Spaß macht und auf die anderen Seite muss ich irgendwie Geld verdienen, muss überleben und irgendwo mal blitzt bei denen dann auch immer auf, irgendwann werde ich auch alt älter.

00:00:33: Was mache ich denn?

00:00:34: Dann ist es wirklich das Leben.

00:00:35: aber sie gehen all in!

00:00:38: Sagt Ingeborg Neumann, die wir für eine neue Ausgabe der Kunstpause getroffen haben.

00:00:43: und wir freuen uns sehr mit Ingeborgs Unternehmerin

00:00:46: aber auch

00:00:46: eine große Kunstliebhaberin in diesem Podcast zu begrüßen.

00:00:50: Wir wollen mit ihr über Unternehmertoumen, über Künstlerinnen als Unternehmerinnen und auch über das Museum als Unterneemung

00:00:57: sprechen!

00:00:58: Und wie immer an dieser Stelle freuen wir uns sehr dich herzlich willkommen zu heißen IngeBorg.

00:01:03: Wie immer zu Beginn unseres Podcasts sprechen wir über ein Werk, das mit der Sammlung der Nationalgalerie zu tun hat oder aus der Sammlung der Nationalgale stammt.

00:01:12: Und in dem Fall ist es ein Weg, dass du dir ausgesucht hast, das für immer glaube ich jetzt sogar in der unendlichen Ausstellung nämlich zu sehen wird im Hamburger Bahnhof und der National-Galerie Der Gegenfahrt von Claudia Wieser.

00:01:25: Das Werk heißt Something In and On something Er.

00:01:32: Installation, ein Objekt und mich interessiert natürlich brennend.

00:01:35: Warum hast du dir dieses ausgesucht?

00:01:38: Und was hat es mit der unendlichen Ausstellung auf sich?

00:01:42: und was hat die unendliche Ausstellung auch mit Peppermint zu

00:01:45: tun?

00:01:49: Ja, Endless Exhibition.

00:01:51: Das ist ein Format.

00:01:52: das hat Peppermint mit den Direktoren des Hamburger Bahnhofs entwickelt wie Sam und Till neu in die Stadt gekommen sind und wir wollten als Peppermannten Museum unterstützen aber nicht nur Werke kaufen die dann im Depot verschwinden sondern irgendwas Nachhaltigeres machen.

00:02:08: Und dann kam sie mit dieser Idee unendliche Ausstellung.

00:02:11: Das sind ortsspezifische Installationen, die im Hamburger Bahnhof sind und wieder an der Wand auf dem Boden, die aber vor immer unendlich bleiben.

00:02:24: Wir haben dieses Format neu aufgesetzt.

00:02:27: Wir kennen ja alle viele von diesen Arbeiten, die schon da sind – der Flavin vorne an der Fassade.

00:02:33: Wir hatten dieses Formate neu aufgesetzt.

00:02:35: Bisher wurden nur männliche Positionen unterstützt, jetzt wollen wir natürlich Frauen haben.

00:02:41: Und wenn es geht auch Künstlerinnen die in Berlin sind und mit Claudia das war dann unsere zweite Endlosexhibition Position.

00:02:51: Haben wir da eine Künstlerin gefunden?

00:02:53: Ich glaube ihr kennt sie alle.

00:02:54: Sie ist eine der wichtigsten Künstlers in dem Bereich Architektur Skulptur bildende Kunst.

00:03:02: Sie arbeitet ganz stark mit Materialien, Keramik, Textil, Holz, Glas.

00:03:09: und da ist dann auch die Klammer zu uns weil wir ja uns ja auch mit Textilien beschäftigen.

00:03:13: sie macht das mit einer extremen hohen handwerklichen Qualität und ihre Position im Hamburger Bahnhof umhüllt sich einen im Raum, der in den Neunzehnten und neunzig-neunzig verändert hatte.

00:03:26: Also ein Aufzugsschacht direkt am Eingang des Restaurants.

00:03:32: Und zwar ist es der Aufzugschacht am E ingang – aber auch im Museum!

00:03:38: Sie hat ihn dann umwandelt mit Kacheln.

00:03:42: auf den Kachelnen waren Ornamente kombiniert mit fotografischen Perspektiven aus der Zeit des Hamburger Banus, weil er natürlich auch eine sehr lange Geschichte

00:03:53: hatte.

00:03:54: Und man muss sagen es ist ein Raum entstanden den wir glaube ich alle vorher überhaupt nicht wahrgenommen haben.

00:03:59: niemand von uns hat diesen Aufzug schacht je Beachtung geschenkt und auf einmal denkt man hoch wie ist denn hier dieser Raum in diesem Raum gekommen?

00:04:07: Das genau ihr Thema nicht.

00:04:08: also sie hat daraus jetzt einen Kunstwerk gemacht was mich an ihr faszinierte.

00:04:12: die war im Atelier und das sind drei tausend Kacheln die sich selber brennt hohe handwirkliche Anspruch.

00:04:19: Und deswegen ist es so das, was mich unternehmerisch unglaublich fasziniert hat.

00:04:22: und wenn man im Restaurant dann sitzt weiß man ich bin hier im Hamburger Bahnhof weil genau diese Arbeit hier spezifisch ist und hier einzigartig ist und ich bin nicht in irgendeinem Museums-Restaurant.

00:04:35: also insofern auch nochmal das noch mal ein schöner Asset.

00:04:37: Ja ich finde das auch sehr schön weil dieses Format wirklich den Blick auch geöffnet hat für Werke die wie genannten Dan Flavin die schon immer da sind, die man aber irgendwie komischerweise doch meistens übersehen hat.

00:04:49: Was gibt es noch für Werke die Teil der Endless Exhibitions?

00:04:52: Ja unglaublich viele!

00:04:53: Ich glaube wir haben da zwanzig arbeiten und ich glaube einfach schaut euch das an geht rein.

00:04:56: Ich will gar nicht so viel erzählen.

00:04:59: was ich glaube ist das eine was für mich auch als Unternehmerin wichtig war das Thema Nachhaltigkeit.

00:05:03: deswegen Endless.

00:05:04: Es wird immer gezeigt es verschwindet eigentlich nicht bis es dann vielleicht mal irgendwo verfällt oder wir wieder neuen Museumsdirektoren haben die sagen das gefällt uns nicht mehr.

00:05:14: Das zweite Thema war aber auch nochmal das Thema Digitalisierung.

00:05:18: Es ist eben so, du musst nicht nur dahin kommen um es zu erleben sondern wir haben da eine Mikrowabseite dann aufgebaut wo dass man dann wirklich egal wenn man auf der Couch sitzt sich die ganzen Arbeiten anschauen kann.

00:05:29: und als drittes Thema und das waren den Direktoren extrem wichtig und das haben ja auch so unterstützt klare einfache Texte.

00:05:36: Man kann sie lesen, man versteht sie sofort.

00:05:39: Insofern ist die Schwelle für Leute, die nicht ständig im Museum sind und nicht wissen wer es denn flaven und warum ist er so wichtig?

00:05:46: Dass man über diese Schwelle ganz schnell wegkommt und daran Interesse bekommt.

00:05:50: Und dann wirklich nachdem man da auf der Kautsch gesumpt hat sich das angeschaut auch wirklich ins Museum hineingeht.

00:05:57: Der Hamburger Bahnhof hat in einer Zeit die Türen geöffnet, in der du auch noch relativ frisch in Berlin

00:06:03: warst.

00:06:04: Lass uns mal eine kleine Zeitreise in diese Zeit dieses Berlins machen!

00:06:09: Du bist geborene Krefelderin, hast BWL studiert in München und bis dann im Januaritei nach Berlin gekommen weil das glaube ich eine unglaubliche Anziehungskraft auf dich hatte.

00:06:22: wir müssen uns nochmal vergegenwärtigen wie diese Stadt zu diesem Zeitpunkt eigentlich raus sah.

00:06:27: Was für Bilder schießen dir durch den Kopf, wenn du an dieses Berlin aus dem Januar nineteenhundateinundneunzig denkst?

00:06:32: Ja, wenn ich dran denke, vierter Januar Geburtstag meines Vaters einund neunzig zum ersten Mal in Ostberlin.

00:06:38: Ich war ja zu der Zeit Wirtschaftsprüfer bei Arthur Andersen in München eine der sehr großen renommierten internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

00:06:47: und da fragte man dann wir müssen Beratern die Treuern schicken und unseren Auftrag auch wahrnehmen.

00:06:54: Und ich habe dann, man hat mich dann gefragt und gesagt tschüchke ich dahin nach Berlin.

00:06:59: Ich war vorher nie in Ostberlin, ich glaube einmal vorher in Berlin.

00:07:02: Für mich war die Stadt Berlin eher so als BWL'er Die Stadt.

00:07:06: da kann man nicht hingehen Da kann man keine Karriere machen was natürlich für meinen Bereich auch galt Und insofern war ich eher USA, meintete.

00:07:15: Aber dann sagte ich natürlich müssen wir jetzt aufbauen.

00:07:19: die Einigung war da dieser.

00:07:20: Wir waren doch alle beseelt von diesem vereinten Deutschland.

00:07:23: Wir haben den Kalten Krieg damals unglaublich mitbekommen und konnten uns gar nicht vorstellen dass diese Einigung stattfand.

00:07:30: und da dann auch zu helfen, wirtschaftlich diese Einigung hinzubekommen.

00:07:34: Und ich kann mich noch genau erinnern... Ich war zum ersten Mal in der Treuernd-Anstalt.

00:07:38: Das war ja am Alex dieser Bau, die mir alle kennen.

00:07:41: Das Erste was einem einfällt ist dieser Geruch.

00:07:45: Dieser Geruch von einem bestimmten Bonerwachs, den einem durch die Nase geht.

00:07:50: Da war ja nichts da.

00:07:51: Wir hatten keine Stühle, keine Tische, kein Telefon.

00:07:54: Es war wirklich so ursch!

00:07:55: Unternehmerturm, Aufbruchsstimmung.

00:07:58: Ich wollte gerade sagen wie kann man von diesem Geruch der ja auch was Beklemmendes vielleicht hat gleichzeitig zu einem Gefühl von nicht endless Exhibitionen und Endless Possibilities kommen?

00:08:08: Und in welche Richtung hast du dich dann relativ schnell entschieden, weil ich glaube tatsächlich in Berlin es ging so in jede Richtung.

00:08:16: Du hättest auch dazu entscheiden können Immobilien zu entwickeln oder was ganz anders zu machen.

00:08:22: wie kam dieser Fokus auf, was wir noch gar nicht gesagt haben?

00:08:25: Textil war das Gewerbe von Peppermintens.

00:08:28: Ja gut, das war dann einfach zufällig.

00:08:29: Dann wurde ich gefragt, in welchem Direktorat wollen Sie arbeiten?

00:08:32: Und dann warte ich Chemie und ich hatte Textil.

00:08:35: Das war so leicht Industrie zur Auswahl.

00:08:37: Ich dachte ach Chemie interessiert mich nicht so richtig.

00:08:39: also Textil und man muss schon sagen, ich komme aus Krefeld statt der Samt und Seite.

00:08:45: Meine Familie hatte damit aber nichts zu tun.

00:08:47: Aber ich bin einfach aus so einem Label-Junkie.

00:08:50: Ich liebe Mode, ich liebe wirklich Textil und habe gesagt ach das ist doch eigentlich ganz interessant.

00:08:54: Wusste aber gar nicht wie Marode diese ostdeutsche Textilindustrie eigentlich dann auch war.

00:09:00: um mich hat mich interessieren immer Produkte also deswegen keine Immobilienprodukte Entwicklung von Produkten Produkte auf den Markt bringen.

00:09:10: Und das hat dann eigentlich auch, dass was in mir ist dieses Unternehmertum Produkte gestalten Märkte gestalken Veränderungen schaffen.

00:09:20: Das hat es einfach irgendwie für mich dann auch so getriggert.

00:09:23: Ich habe da in diesem Direktorat Privatisierung gemacht.

00:09:26: Wir haben in der Zeit unglaublich viele Unternehmen geschlossen Viele Leute entlassen weil wirklich diese Die Ostdeutsche Textilindustrie war marode, der Markt war Russland.

00:09:36: Es war überhaupt in der westlichen Welt keine Chance mit diesen Produkten irgendwelche neuen Märkte aufzutun.

00:09:42: und wir haben dann aber aus der teuren Anschaltung aus diesem Portfolio was wir da betreut haben Dann habe ich Unternehmen rausgekauft war Anfang dreißig und gesagt, das kann man doch wirklich noch sanieren.

00:09:54: Da kann man etwas draus

00:09:55: machen.".

00:09:55: Das heißt da hat dir dann dein Blick für die Zahlen aus der Wirtschaftsprüfung kommt wahrscheinlich wahnsinnig geholfen?

00:10:01: Du hast dich einfach hingesetzt, so stelle ich es mir jetzt vor, dir die einzelnen Unternehmen angeguckt was wo stehen die zahlenmäßig, was ist da ein gutes Gewicht in puncto Profitabilität?

00:10:11: waren die überhaupt profitabel zum Zeitpunkt der DDR?

00:10:15: Ne, waren in der DDR eine andere Abstand Profitabilität.

00:10:19: Wie wir sie dann angeschaut haben natürlich nicht.

00:10:21: Sie brauchten aller Geld.

00:10:22: Ich glaube die Zahlen ist so ein Thema.

00:10:24: das hat mein ganzes Leben getrieben.

00:10:27: Da kann ich was da bin ich sehr tief im Detail.

00:10:30: aber wenn man Unternehmen beurteilt brauchst du natürlich wie sieht das Produkt aus?

00:10:33: Wir sehen die Produktionsstätten aus.

00:10:35: wie sieht der Markt aus?

00:10:37: Welche Märkte gehe ich hinein?

00:10:39: Was für Produkte habe ich und welche innovativen Möglichkeiten habe ich eigentlich in diesen Märkten.

00:10:44: Also, da habe ich dann sehr viel gelernt was es bedeutet neben den Zahlen, was man braucht um Unternehmen zu führen und Unternehmen dann auch erfolgreich zu entwickeln.

00:10:53: Und ich weiß noch genau wir haben am siebten April, siebenundneunzig ein Portfolio von Unternehmen übernommen, saßen beim Notar.

00:11:02: Ich war damals Partner bei Arthur Andersen gewesen, einer der ersten Frauen auch überhaupt.

00:11:08: Da geht man ja eigentlich nicht weg.

00:11:09: und da habe ich mir dann gedacht was mache ich hier eigentlich?

00:11:13: Und haben unterschrieben.

00:11:14: und jetzt neunundzwanzig Jahre später kann man sagen ich glaube das ist ganz gut gegangen.

00:11:20: wir haben das breite aufgebaut hab auch Unternehmen geschlossen, wir haben Unternehmen neu entwickelt und ich habe dann auch zweitausend schon gesagt Also nur Textil, nur diese tradierten Unternehmen.

00:11:35: Das ist nicht das was mich eigentlich intellektuell irgendwie nochmal so herausfordert war es mich immer begeistert hat sind Innovationen, sind Technologie-Innovation.

00:11:42: und dann haben wir unseren ersten Venturefonds aufgelegt.

00:11:45: da ging man in Gesundheitswesen Medizintechnik rein Und dann waren hatten wir immer beides Textil wo auch wirklich mein Herz verschlägt was wir, glaube ich auch sehr gut entwickelt haben und die Venture Capital Gesellschaften.

00:12:00: Und dann anschließend jetzt sind wir dabei im Textil nach wie vor natürlich zu entwickeln.

00:12:05: Wir sind glaube ich da super gut aufgestellt.

00:12:07: Jetzt gehen wir in diesem Bereich Industrial Automation mit Funktechnologie also immer wieder so am das, was gerade an Wachstum ist und was eine Innovation in Deutschland eigentlich ist.

00:12:18: Man muss dem Wind beim Rauschen zuhören!

00:12:21: Ja Du hast es gerade ganz plastisch beschrieben, weil ich mir in der Vorbereitung unseres Gesprächs genau diese Frage gestellt habe.

00:12:28: Du warst bei Arthur Andersen Partnerin, Wirtschaftsprüferin – das ist ja auch ein Fokus auf….

00:12:35: also zumindest stell ich's mir so vor wenn man aus der Beratung kommt einen großer Unterschied dazu selbst Unternehmer zu seinen Selbstentscheidungen zu treffen.

00:12:44: da gehört unheimlich viel Mut zu, wenn man sowas aufgibt und dann etwas Eigenes macht.

00:12:50: Kannst du uns das beschreiben, warum du es trotzdem gewagt hast?

00:12:54: Und gerade in der Zeit wo auch sowieso alles im Umbruch war die neunziger Berlin diese Nachwendezeit noch.

00:13:01: Das ist eigentlich ja auch kein... Also natürlich steht da viel Aufbruch hinter aber auch großes Risiko oder?

00:13:10: Ja ich glaube man ist Unternehmer oder als Unternehmer nicht und die waren immer schon sehr mutig.

00:13:15: also ich habe mir mal mehr Chancen als Risiko gesehen und das war in der zeit auch Die Märkte waren down.

00:13:22: Trotzdem gibt es immer wieder Möglichkeiten, wenn man Sachen richtig lenkt und ich glaube jedem begeht das mal so.

00:13:29: Ich hätte den Wirtschaftsprüfer bei Arthur Anderson bleiben können Das wäre safe.

00:13:34: Das war bestimmt auch sehr interessant.

00:13:36: Aber dann hat sich da eine Gabelung ergeben Und ich habe es ja auch nicht nur gemacht, weil ich kannte die Unternehmen schon.

00:13:42: Ich wusste schon was da ungefähr auf mich zukommt zumindest perspektivisch über fünf Jahre und da hab' ich gesagt ne das macht mir viel mehr Spaß!

00:13:48: Das ist wirklich das was in mir drin ist und wenn ich im Nachhinein drauf schaue der Wirtschaftsprüche war dass war's dann nicht.

00:13:55: Dieses unternehmerische Gestalten...das isst viel Last.

00:13:59: aber das ist auch eine unglaublich tolle kreative Möglichkeit Sachen zu gestalten.

00:14:05: und das ist so, dass was mich einfach immer wieder treibt nach vorne zu gucken.

00:14:08: Und die Mutin hasste dann.

00:14:10: und ich glaube es gibt... Ich glaube so Männer sind im Vergleich zu Frauen wenn mich das mal wirklich vergleiche teilweise noch mutiger Teilweise da nochmal riskanter oder

00:14:20: übermütiger?

00:14:21: Ohne übermüthiger genau!

00:14:23: Ich glaube ich habe das irgendwie schon auch mit einer ruhigen Hand und immer zu sehen ja was können wir uns leisten Was ist möglich Was ist noch stemmbar, was ist noch machbar?

00:14:34: Vielleicht wäre ich dann noch schneller und größer gewachsen.

00:14:37: Aber so Schritt für Schritt.

00:14:39: Und uns gibt es dreißig Jahre noch und wir haben eine super Plattform.

00:14:45: Ich glaube das kann man ein bisschen jetzt auch mal in der Zeit vergleichen.

00:14:48: Neunzigerjahre neue Bundesländer und jetzt.

00:14:51: Wir jammern hier alle in diesem Land.

00:14:53: Wir haben definitiv die Demonstration von Deutschland.

00:14:55: Die findet statt gerade im Mittelstand.

00:14:59: aber es gibt so viele Chancen.

00:15:01: Es gibt so viele Chancen in diesem ganzen Thema Industrial AI.

00:15:05: Das ist der Bereich, der uns wirklich sehr interessiert und das ist Robotik.

00:15:08: Und es ist natürlich auch das ganze Thema Rüstung wenn man sich das anschaut also Riesenmärkte und da werden wir uns jetzt auch weiter Sachen anschauen und da auch weiterhin diese Bereiche investieren.

00:15:23: Wenn die Stichworte Mut- und Innovationsfreude fallen dann sieht man sehr schnell bei den Künstlerinnen denn sie sind auch sehr mutig, sehr unabhängig denkend und meistens sehr innovationsfreudig.

00:15:35: Die bleiben selten stehen hoffentlich.

00:15:37: Wie erlebst du genau diese Komponenten bei deinem Austausch mit jungen Künstlerinnen und Künstlern?

00:15:44: Denn die verfolgst du ganz besonders gerne wenn du sammelst.

00:15:48: das sind häufig sogenannte Positionen finde ich immer ein etwas merkwürdiges Wort, die noch gar nicht eine große Rolle am Markt spielen oder so.

00:15:56: was beflügel dich da im

00:15:58: Austauschen?

00:15:58: Also für mich sind Künstler in unserer heutigen Zeit und natürlich auch Künstlerininnen schon die Heroes.

00:16:05: Unglaubliches Rollenmodell von mir auf, weil sie... total international sein müssen.

00:16:11: Das hat sich auch komplett verändert, sie sind international.

00:16:15: Sie müssen sich permanent verändern.

00:16:17: Sie haben permanent den Druck.

00:16:19: Auf der einen Seite will ich das tun was mir Spaß macht auf der anderen Seite muss ich irgendwie Geld verdienen, muss überleben und irgendwo mal blitz bei denen dann auch immer auf.

00:16:27: irgendwann werde ich auch alt älter.

00:16:29: Was mache ich denn?

00:16:30: Dann ist es wirklich das Leben.

00:16:31: aber sie gehen all in Und das finde ich so faszinierend Und ich glaube, so gute Künstler die wir alle kennen, sie verändern sich immer wieder.

00:16:41: Man sieht aber trotzdem so eine roten Faden von dem was Sie eigentlich tun und haben einen extrem hohen Qualitätsanspruch.

00:16:50: Was ich immer extrem interessant finde wenn man auf künstler Biografien schaut und dann auch auf die ästhetischen Äußerungen von Künstlern ist.

00:16:59: einerseits geht es immer um Wiedererkennbarkeit und andererseits ist genau die Die größte Falle, weil die kann auch Stillstand bedeuten.

00:17:08: Gibt es da Gespräche?

00:17:10: Und du musst nicht zitieren mit wem aber die Du geführt hast, die genau über diese Doppelproblematik oder Zange in denen sich die Künstlerinnen befinden... Ja, die größte Zange.

00:17:22: Die größte Gefahr!

00:17:24: Und dann kommt ja noch dazu, wenn du dein Galerist hast der sagt jetzt mach mal und verkauf mal ich brauche wieder die Ausstellung und

00:17:29: bitte nochmal

00:17:32: und sich davon zu lösen.

00:17:36: Ich sage immer auch für mich ist es ganz wichtig frei zu sein eine gewisse Unabhängigkeit zu haben hat man nie aber so im Geiz freizusein gebe ich ihn immer wieder und sage, ziehe dich mal zurück.

00:17:50: Guck das du auszeiten nimmst.

00:17:53: Ich unterstütze sie teilweise auch finanziell damit Sie also diesen Existenzdruck nicht haben.

00:18:00: Das ist auch Sachen warum ich auch viele Künstler fördere dass sie genau einmal wirklich mit

00:18:04: Ruhe

00:18:05: die nächste Stufe durchdenken und die nächste Stuße ausprobieren.

00:18:10: Und da permanent zu sagen, ich muss jetzt irgendwie meine Miete zahlen, Sie auf das nächste Level zu bringen.

00:18:17: Ganz, ganz wichtiges Thema und dem Mut zu sprechen und vielleicht auch so ein bisschen aus meiner unternehmerischen Erfahrung ein bisschen Vorbild zu sein.

00:18:27: Ich kann das immer gut sagen ich bin ja Unternehmer natürlich mit Gürtel- und Hosenträger weil ich schon weiß was ich habe aber sie gehen wirklich all in um wissen nicht was kommt.

00:18:40: Ich finde irgendwie in den letzten Jahren beobachtet man häufiger auch so Künstler, Künstlerin Karrieren die sehr schnell hoch schießen auf dem Zenit sind und dann auch sehr schnell enden weil der trennt.

00:18:53: verpackt ist.

00:18:54: Und das, was du gerade beschrieben hast, fand ich ganz spannend weil im Grunde da auch deine unternehmerische Erfahrung rein spielt zu sagen naja man muss auch diese langfristige Perspektive waren und sich auch auf die Zukunft vorbereiten und aufstellen und eben dieses trendabhängige kurzfristige ist eben auch für Unternehmen nicht gesund.

00:19:14: Das geht dann gleichermaßen auch für Künstler.

00:19:17: Unbedingt, ich glaube für uns als Unternehmer wenn er mich vor dreißig Jahren erlebt hätte großes Ego.

00:19:24: und das Ego muss schmelzen weil wenn man das Eko nicht zum Schmelzen bringt kriegt man sowieso keine Ruhe in seinem Leben.

00:19:30: und das ist ja auch, die sind dann hochgeschossen werden da rumgereicht verdienen teilweise unvorständlich viel Geld weil der Markt das jetzt nur macht.

00:19:39: sie durchschauen dem Markt gar nicht und sind eigentlich abhängig wirklich auf von den Marktgestaltern und die natürlich auch knallarte Unternehmer sind.

00:19:48: Also ich glaube da diese Unabhängigkeit, die müssen sie sich eigentlich erhalten oder sich erarbeiten und das kommt eigentlich nur von der Qualität meiner

00:19:57: Arbeit.

00:19:59: Kann Erfolg dabei helfen das Ego zu schmelzen?

00:20:03: Ne ganz im Gegenteil.

00:20:05: also ich glaube wenn man Erfolg macht des Erfolgswesen wird ja immer wieder Ego größer und größer.

00:20:11: Also ich glaube, man muss vielleicht mal eine Phase haben die vielleicht da nicht so gut ist oder irgendein Freund der sagt kommen.

00:20:18: Bei mir war es dann tot von meinem Lebenspartner wo ich gesagt habe das geht ja so nicht weiter.

00:20:24: und dann hab' ich dann eine Methode für mich entwickelt.

00:20:28: Kannst du hier auch sagen?

00:20:29: Ich gehe einmal ins Kloster meditiere da zehn Tage Schweigekloster und komme dann wirklich einmal komplett runter.

00:20:38: Das ist dann wirklich ein kompletter Reset.

00:20:41: Also da nochmal einmal zu sehen sich für sein Geist, seinen Geist wieder zur Ruhe zu bringen und das schafft dann auch dass das Ego immer kleiner wird.

00:20:49: Ich kann mir vorstellen, dass beim Schweigen sehr viele Gedanken überhaupt ans Licht treten die sonst gar nicht da sind.

00:20:57: wie gehst du mit denen um?

00:20:58: Und schreibst Du denn auch in dieser Phase oder...

00:21:01: Ja ich meine es ist jetzt so ein Kloster schon sehr anstrengend.

00:21:04: man gibt alles ab Handyab man darf nicht schreiben man hat doch keine Bücher geht morgens hin, setzt sich da auf seinen Meditationsstuhl oder auf sein Kissen und soll gerade nicht denken.

00:21:17: Diese Gedanken einmal zum Ruhen bringen und dann eigentlich immer wieder in jener Millisekunde im Hier-und-Jetzt sein.

00:21:25: Also das ist genau das was wir brauchen.

00:21:27: mal dieses Nichtdenken und das ist die Reinigung des Geistes und du beruhigst deinen Geist und reinigt dann auch gleichzeitig den Körper.

00:21:36: Aber

00:21:36: das braucht sich ja ein paar Tage, bis die Gedanken aufhören zu spucken.

00:21:39: Gerade in einem so aktiven Kopf oder?

00:21:41: Ja es ist ein Affentanz.

00:21:43: Ganz ganz interessant.

00:21:45: Also mir hat das geholfen und aber ich glaube das ist jetzt ein Beispiel.

00:21:49: Es gibt viele Beispiele was man tun kann.

00:21:50: Man kann joggen also ich glaube irgendwas sollte man tun.

00:21:54: Unsere Zeit ist ja auch dafür so ausgelegt dass wir permanent permanent Informationen bekommen.

00:22:01: unsere Mobiltelefone sind permanent es kommen Nachrichten, wir scrollen auf Instagram.

00:22:09: Es ist ja alles darauf auch ausgelegte Medienkonsum dass wir nicht aufhören das es nie ein Ende gibt, dass wir eigentlich nie den Moment der totalen Stille haben sondern auch diese kleinsten Momente der Langeweile immer füllen wollen mit Dingen und irgendein Inhalt da rein pressen so unsinnig auch sein mag.

00:22:28: Wir sind hier in den Räumen, wir nehmen den Podcast ja in den beim Betreten aufgefallen, dass hier ganz viel Kunst ist.

00:22:37: Du hast gerade das Stichwort zur Ruhe kommen den Geist zur Ruhr bringen erwähnt?

00:22:41: Ist Kunst auch eine Möglichkeit dem Geist zu Ruhr zu bringen die Gedanken in einer anderen Richtung zu lenken?

00:22:49: Ja auf jeden Fall.

00:22:50: also ich glaube der Geist kommt da nicht zur Ruher aber ich komme in eine ganze andere Welt.

00:22:55: Also wenn ich einen Tag hatte und ich war, der war anstrengend.

00:22:58: Und hier im Meeting dort ein Meeting hier irgendwas sagen, dort nochmal irgendwo präsentieren... ...und ich sehe dann irgendwie eine Ausstellung wie Kassiere diese wunderbare Ausstellung da kommen wir ja auch noch mal bisschen dazu unglaublicher Unternehmer.

00:23:14: und dann komme ich runter.

00:23:18: Kriegst du sofort mit was ist da seine Lebensleistung?

00:23:21: Ich weiß ja, wie als Internationalgericht auch im Freundeskreis Wir wollten diesen Kassierer schon vor zwanzig Jahren machen, schon immer wieder.

00:23:27: Und ich habe mich dann so gefreut dass wir jetzt diese Ausstellung haben die so toll gehängt ist zu der jetzigen Zeitpunkt.

00:23:35: also das bringt mich auf komplett andere Gedanken und beflügelt mich in diesem Fall jetzt natürlich auch nochmals Unternehmerinnen zu sagen ja Geh die Sachen!

00:23:45: Du musst die ungewöhnlichen Sachen angehen du musst es anders machen und damit kannst du Markt gestalten kannst du Produkt gestalten, kannst Kunden gestalten.

00:23:52: Kannst Kunden

00:23:53: gewinnen.".

00:23:54: Also er ist für mich da ein ziemliches Beispiel wie es gehen kann und er hat die Zeit – das war ja um die Jahrhundertwende – diese Zeit so wunderbar gelesen in seinem Segment und hat eigentlich alles rausgeholt und hat eben auch voll gelebt!

00:24:10: Ich glaube er war als Charakter schwierig, ihm hätte Meditation glaube ich auch gut getan.

00:24:15: Dann wäre vielleicht dann nochmal anders durchgekommen aber großartig.

00:24:19: Ja, sehr schön dass du zu ihm rüber schwenkst.

00:24:22: Er hat sicherlich zwei Aspekte die hier auch schon in dem Gespräch gefallen sind dieses sehr internationale Mindset natürlich einerseits andererseits der Mut vorne dabei zu sein bei einer Kunst an die zu diesem Zeitpunkt noch keiner so recht glauben wollte oder sehr wenige und hat dann aber mit doch Beharrlichkeit dafür gesorgt das sie sich durchsetzt.

00:24:42: was ist vielleicht ein Charakterzug der dir in der Ausstellung ganz besonders aufgefallen wo du gesagt hast, davon nehme ich gerne eine Portion mit.

00:24:52: Ja also da war ja die Auswahl von Arbeiten und ich glaube für mich war so der Ansatz.

00:24:58: jetzt beschäftige ich mal mit Kassierer was ich natürlich dann auch getan habe und wenn man ihn anschaut kann man wirklich so ne Benchmarkstudio machen.

00:25:07: wann sind Unternehmer erfolgreich?

00:25:08: zumindest nur zeitlang?

00:25:10: Und das war ja bei ihm.

00:25:12: er hat ja die Impression er hat gesehen dass in Paris eigentlich diese Impressionisten nicht in der Modeerscheinung waren.

00:25:19: Das war eine Epoche, die haben eine E pochergeschallt.

00:25:21: das hat er relativ schnell gesehen und er hat festgestellt, Orambilien haben wir das noch nicht.

00:25:25: also hole ich das jetzt nach Berlin.

00:25:29: Und er musste und es ist glaube ich seine größte Leistung Er musste ja die Seegewohnheiten dieser Sammler ändern und das hat da getan Die Arbeiten immer wieder hingehängt und hat denen nicht verkauft was sie haben wollten sondern hat eigentlich ihr deren Blick geändert und gestaltet.

00:25:47: Kunstvermittlung und Kunst verkaufen kann und muss eben sehr, sehr eng miteinander geführt werden und gedacht werden.

00:25:55: also ich glaube da ist er auf jeden Fall eine leuchtende Figur.

00:25:58: und wenn man sich die heute erfolgreichen Galerien anschaut dann arbeiten sie auch sehr stark mit der Vermittlung erstmal mit der Education tatsächlich ihrer Audiences und Käufer

00:26:08: schafft ja und er hatte natürlich auch hat es rechtzeitig gesehen, ich muss den Künstler immer wieder zeigen.

00:26:17: Weil einmal ein Bildzeichen reicht nicht sondern ganz viele davon und dann ist das eben auch passiert.

00:26:26: Das ist eine und das mehr Kantale.

00:26:27: Ich meine er hat ja natürlich auch Preise gemacht.

00:26:31: Also ich hatte irgendwann ziemlich hart von ihm gelesen.

00:26:33: Er sah aus wie Napoleon und war aber auch so kühnhaft in der Preisgestaltung.

00:26:38: Und das ist auch, finde ich, auch eine spannende Aspekt.

00:26:41: Der mich natürlich als Unternehmerin, ja klar wollen wir Geld verdienen, wollen noch viel Geld verdient und das hat mich dann einfach auch fasziniert erfolgreich sein.

00:26:48: Man kann einen Selbstbildnis von Van Gogh fünfmal Unverkauf zeigen und beim sechsten Mal einen sehr guten Preis bekommen absolut.

00:26:56: Ja oder die arbeiten an den Osthaus schicken zu sagen jetzt guck mal und irgendwann mal kauft er sie denn auch.

00:27:03: Faszinierend also dieses Enge am Sammlerseine.

00:27:07: Also was ich auch so wirklich bewundernswert finde, das hast du aber auch schon erwähnt.

00:27:11: Das ist wirklich nicht nur mal hier eine Ausstellung da einer Ausstellung haben es vielleicht nicht genug Leute gesehen und dann gibt man gleich auf Nein er hat wirklich wirklich immer wieder Ausstellungen gezeigt in einer Fülle In einer ganz kurzen Taktung dass Es wirklich unglaublich wie viele hunderte ausstellungen der gemacht hat natürlich mit einem team.

00:27:28: Aber mich hat besonders beeindruckt dass er wirklich nie aufgehört hat Dinge zu zeigen.

00:27:34: also das finde ich wirklich.

00:27:37: Also dieses dranbleiben ist echt etwas, was ja auch irgendwie Thema Langfristigkeit, da sind wir wieder bei den Unternehmerischen.

00:27:48: Punkten, die wir schon angesprochen haben.

00:27:50: Dass man auch irgendwie Show-up und auch wenn es vielleicht mal nicht gut läuft dass man trotzdem am Ball bleibt oder?

00:27:57: Ja unbedingt!

00:27:58: Und er hat's ja dann auch gepaart jetzt komplett anders gemacht.

00:28:00: Er hat Kataloge gedruckt also gute Katalobe Marketing gemacht Einladungen geschickt, die damals noch gar nicht üblich waren Also alles trotzdem rumgepaart um seine Künstler zu zeigen.

00:28:12: Ich finde, er hat die Berliner Impressionisten geprägt als Marketing.

00:28:19: Es gab es ja nicht!

00:28:20: Also hat sie so aufgestellt und verkauft und damit natürlich auch... Ja, der Markt verändert.

00:28:27: Und

00:28:27: den ja auch erst mal muss man sagen die Augen geöffnet für die französischen Impressionisten so dass sie erstmal ihren eigenen Strich und auch den Mut da sind wir wieder beim

00:28:36: Mut

00:28:36: zum Unfertigen entwickeln konnten durch genaues Hinsehen.

00:28:40: also Korinth wäre undenkbar ohne die Französischen impressionisten.

00:28:44: das zeigt die Ausstellung auch sehr schön.

00:28:47: Lass uns gerne noch rüberschwenken zum Museum als Unternehmung, denn auch das haben wir vorhin angekündigt.

00:28:54: Und da ist natürlich auch sehr spannend du warst lange aktiv im Kulturkreis der deutschen Wirtschaft und bei den Freunden der Nationalgalerität im Kuratorium.

00:29:03: Der Blick, den du als Unternehmerin und auch aufgrund deines Wirtschaftsprüfungs Hintergrunds auf die Unternehnungen Museum

00:29:11: hast

00:29:12: Was ist es überhaupt für ein Geschäftsmodell?

00:29:13: Das Museum

00:29:16: Ja, ich glaube die deutsche Museen natürlich.

00:29:17: Also wie die Museum um dies jetzt hier geht hauptsächlich Nationalgerei oder Berliner Museen staatlich geprägt, staatlich finanziert.

00:29:26: Ich glaube das ist auch gut so und wir haben ja als Freundeskreis immer wieder war mir das kleine Schiff um auch private Gelder zu sammeln.

00:29:35: Und wir haben versucht dass was das museum nicht geschafft hat irgendwo dort dem museum zu geben.

00:29:44: Als Unternehmer, wenn man draufschaut, Moloch, staatliche Museen zu Berlin.

00:29:49: Also mir reizt das immer in den Finger und zu sagen da muss man mal reingehen und das Ding mal sanieren.

00:29:55: Aber ich habe glaube ich viele andere Sachen zu tun.

00:29:58: Strukturen sind nicht so wie man sie eigentlich aufstellen sollte wie ein Unternehmen.

00:30:01: Ich glaube da kann man Effizienzen holen Sollte man noch Effizience holen.

00:30:08: Das Hauptthema war ansonsten, was habe ich da gelernt?

00:30:11: Wie man Ausstellungen macht.

00:30:13: Die Ausstellung haben wir ja dann auch gerade als Freundeskreis geschafft mit Marketing begleitet.

00:30:17: Da waren mir eine der ersten MoMarschünzen Franzosen Dickmarketing reingegangen und einem hohen Risiko vorgegangen.

00:30:25: Und das Ding dann wirklich zu einer Marke gemacht.

00:30:27: Marketing ist inzwischen eines der wichtigen Themen natürlich für die Museen.

00:30:33: Was man momentan sieht ist wirklich dass die Musee finanzielle Mittel brauchen.

00:30:38: Der Staat wird weitersparen müssen, aber es gibt eben auch Möglichkeiten wie man's tun kann und da muss man einfach nochmal drüber nachdenken Wie?

00:30:49: Und das muss auf jeden Fall wenn mal oft Berlin schaut internationaler

00:30:52: werden.

00:30:53: Würdest du auch sagen dass man sich als Museum mit privaten Geldern auch unabhängiger macht in Zeiten wirtschaftlicher Krisen die wir ja de facto haben und in Zeiten in denen wir eigentlich sagen müssen okay Wir wissen eigentlich nicht, wie die Haushalte noch schumpfen und wie viele Budgets künftig auch noch für Museen vorgesehen sind.

00:31:12: Ja ich würde sagen das wird ja Aufgabe des Staates bleiben und da müssen wir immer dafür kämpfen dass die Kultur in dem Maße die Gelder bekommt damit Museen existieren und damit Musee ihren Auftrag bekommen.

00:31:25: Privatunternehmen geben mal Geld und in der Regel wollen sie was dafür.

00:31:31: Und dann muss man wirklich gucken wo ist die Grenze?

00:31:36: Wo verbiegt man sich nicht?

00:31:38: Wenn man die Unternehmer findet, die es altruistisch geben und sagen ich gebe jetzt hier meine Millionen.

00:31:42: Und mach was du willst damit wunderbar!

00:31:45: Ich glaube und die müssen wir finden.

00:31:46: Wir müssen wirklich zu sagen Museen werden überleben – die Privatsammlung aus meiner Sicht nicht.

00:31:53: Und das ist auch ein Thema, warum wir als Peppermint nicht sagen ja ich will jetzt irgendein Museum bauen oder irgendeine Halle mieten.

00:31:59: Wo ich alles was zeige.

00:32:00: und erstmal ist es nicht die Qualität, die wir in unserem Museen haben und zum anderen haben wir diese wunderbaren Institution hier im Berlin und da sage ich dann unterstützen wir doch den Museen mit Geld und zwar auch so dass wir nichts dafür haben wollen sondern einfach denen die Möglichkeit geben ihren Job besser zu machen eine bessere Ausstellung, besseren Ankauf.

00:32:20: aber Von dem Museumsdirektor, dass wir ihr Konzept umsetzen und nicht immer wieder sagen ich habe da auch noch eine Idee.

00:32:28: Der Austausch ist wichtig!

00:32:29: Ich lerne davon.

00:32:30: Ich hab von Ude Kittelmann ganz viel gelernt.

00:32:32: das war ja meine Zeit wo ich auch im Vorstand war.

00:32:34: großartiger Museums-Direktor hat finde ich für unsere Stadt und die Berliner Museen ganz ganz viel geleistet.

00:32:41: so aber Zeit ist vorbei.

00:32:43: jetzt gibt es eben die neuen die jetzt hier an der Macht sind und ich glaube immer wieder Direktor einer Nationalgalerie zu sein oder eines Museums, das ist so eine verdammte Verantwortung.

00:32:54: Und die sollen sie auch mal verdammt gerecht werden und da all in gehen und wirklich sehen dass Sie Ihr Haus so gestalten, dass das Museum im Bennschmark echt top auf.

00:33:06: Ich glaube, da können wir eigentlich auch ganz positiv gestimmt sein.

00:33:10: Wenn wir uns die letzten fünf Jahre vielleicht mal anschauen wie sich auch die Audiences, die Publikanten den verschiedenen Häusern verändert haben, verjüngt haben.

00:33:20: nochmal zurückgeblickt auf das Geschäftsmodellmuseum.

00:33:23: Wir haben jetzt darüber gesprochen welche Löcher wie gestopft werden können und ich finde dein Plädoyer an mit senatisch denkende Bürgerinnen ist total gut und wichtig.

00:33:33: Ich glaube auch wir sollten tunlich vermeiden ein Wasteland of Private Museum zu werden.

00:33:37: Das ist eine riesige Gefahr aber das Geschäftsmodellmuseum ist ja zunächst einmal da gibt es ein offenes Haus Menschen bitte in Scharen kommen.

00:33:49: Und wenn ich da auf die Museumslandschaft blicke, gerade auch im Vergleich zur Kinolandschaft, in der ich zu Hause bin dann sehe ich eigentlich dass die Innovation dieser Publika sehr gut gelingt.

00:34:00: Auch durch Formate wie etwa Berlin Beats am Hamburger Bahnhof wo einfach neue Publiker ans Haus kommen, die sich vielleicht primär gar nicht für die Kunst interessieren sondern die Kunst eher sozusagen Beim Rausgehen, entdecken und dann vielleicht noch mal wiederkommen.

00:34:15: Und erst beim nächsten Mal ohne Techno sich mit Boys & Co beschäftigen.

00:34:20: Wie beobachtest du diese Veränderung der Publika auch an anderen Häusern der Nationalgalerie?

00:34:26: Ich bin sehr eng mit dem Hamburger Bahn verbunden.

00:34:28: Also da finde ich das ganz großartig und sie leben das auch Diese Niederschwelligkeit Leute zu finden Das Dich zur Öffnend gegenüber Publikum, was sie bisher noch nicht haben.

00:34:40: Ganz großartig war jetzt bei den Materialisten zu der Eröffnung und da waren natürlich Berlin-Beats.

00:34:44: man sollte auch durch einen anderen Eingang reingehen.

00:34:47: aber wie ich dann diese wunderbare Ausstellung unbedingt anschauen Ich glaube, sechs oder sieben Künstlerinnen aus Ostdeutschland oder die in Ostdeutzsland im Leipziger Atelier haben und eine Vernetzung haben.

00:34:58: Ganz ganz großartig unbedingt anschauen!

00:35:01: Und dann bin ich über Berlin-Dietz rumgegangen.

00:35:03: Man sagt immer auch ganz viele, die hier reingegangen sind also diese Vermischung findet da extrem statt.

00:35:08: Ich finde das ist ein Modell was super gut ist.

00:35:12: wir müssen Kunst anders vermitteln gegenüber Zielgruppen, die wir haben.

00:35:16: Das sind jetzt nicht nur die jungen Leute, die die Beats wollen sondern das sind eben auch Unternehmer oder Unternehmungen Die Wirtschaft.

00:35:25: komme ich vielleicht zum Kulturkreis.

00:35:26: Ich bin ja der auch stellvertretende Vorsitzende eines Kreises der vor seventy-fünf Jahren gegründet wurde.

00:35:33: Nach dem Krieg wird die deutsche Wirtschaft gesagt hat Wir wollen nie wieder das Bilder verbrannt werden und wie einfach als Wirtschaftszuschauen Wir wollen was dagegen stellen.

00:35:43: Wir wollen wirklich sagen, ja, wollen wir unterstützen Kunst und Kultur – was wir immer mit dem Förderkreis tun.

00:35:49: aber auch da ist es einfach schwierig Wirtschaft zu finden die sich dafür engagieren.

00:35:55: Und wir in der Wirtschaft, wir ticken ja immer so Was gebe ich?

00:35:58: Was bekomme Ich?

00:35:59: Was ist Informie?

00:36:01: Was kriege ich als Marketing?

00:36:02: Wir müssen alle mehr diesen altruistischen Gedanken haben.

00:36:07: Wir haben diese Gesellschaft auflegen und da ist nicht immer Kultur.

00:36:13: ist kein Geschäftsmodell, sondern Kultur ist eine Veränderung die einfach dann irgendwann mal stattfindet und sie kommt ganz stark.

00:36:18: Für uns auch ganz wichtig, darum hängt bei uns so viel Kunst, darum gehen wir mit unseren Mitarbeitern in die Museen, andere Denkräume zu sehen, die Unsicherheiten auslassen das nicht verstehen aushalten, also Unsicherheit aushalten, dass nicht verstehen außerhalten diese Irritation aushaltend und dann auch eine Sehgewohnheiten verändern Und das ist irgendwie eine gewisse Art von Kreativität dann auch erleben.

00:36:46: Ich glaube, dass es extrem wichtig und darum sind diese Formate Wirtschaften unterstützt Kultur jetzt in der bildenden Kunst aber natürlich auch beim Gesang in anderen Bereichen genauso wichtig.

00:36:59: Und ich glaube, das ist auch das was bei vielen vielen Unternehmen dann eigentlich auch trägt.

00:37:04: Aber wenn ihr euch anschaut Börsenotierte Unternehmen, die sind verantwortlich für jeden Pfennig, den sie ausgeben.

00:37:11: Und insofern ist dieses Thema was bekomme ich dafür mit der Rendite?

00:37:15: Das ist so der Blick von uns natürlich auf Wirtschaft und unser Unternehmen.

00:37:22: Du hast das mal sehr schön gesagt, dass das Hirn und das sollte man nicht vergessen einfach auch ein Muskel ist.

00:37:27: Und ich glaube in einer Gesellschaft die so stark auf Selbstoptimierung gerade fokussiert ist wie unsere, ist das eigentlich auch eine schöne Ermutigung genau diesen Muskel über die Kunst oder Literatur, die Musik trainiert zu halten?

00:37:42: Unbedingt.

00:37:43: Wir tun das auch täglich, aber wir tun es als Unternehmer in unseren Eko-Zentren und ich glaube wenn man... Und das habe ich ja gelernt in meiner Karriere Ich bin die Detroit angekommen und hab mich einfach mal daneben neben meinem Leben gestellt und hat sich komplett was anders aufgetan.

00:38:00: Wenn man eben die Kunstwelt geht tut sich etwas komplett anders aus.

00:38:03: Es ist auch eine Bubble, wenn man drin ist – wir kennen das ja alle.

00:38:06: Aber jedes Gespräch mit einem Künstlerinnen und Künstlern im Atelier, das bereichert Das ist das, was Kunst zurückgibt.

00:38:16: Immer stellen wir zum Ende unseres

00:38:17: Podcasts

00:38:18: noch fünf Fragen die bekommen und ich starte mal direkt.

00:38:23: Was ist dein Lieblingsmuseum?

00:38:25: Der Hamburger Bahnhof!

00:38:29: Und da ja, oder DIA, DIA New York.

00:38:33: Diabieten ist eigentlich für mich... Einiges ist das das Beste.

00:38:36: Weil zu letzter Zeit nicht so häufig mehr aber DIA ist für mich so.

00:38:40: Ich

00:38:41: meine, die Rikreien sind natürlich ein ganz bisschen im Beiste von dir.

00:38:44: So ist es.

00:38:44: Sehr schön!

00:38:50: Ja mein Meditationszentrum, wo ich jetzt bald wieder hingehe der Platz den ich da habe diese Zeit für mich alleine das ist für mich eigentlich immer so mein Ort wo ich dann zu mir

00:39:02: komme.

00:39:04: Hättest du gerade etwas Neues?

00:39:06: Ach permanent permanent.

00:39:08: In der heutigen Zeit, wo Karrierebotik einfach gerade um die Ohren haut, ich finde es so spannend und das ist unglaublich was da gerade passiert.

00:39:16: Woran bist du kürzlich gescheitert?

00:39:18: Und was hast du daraus mitgenommen?

00:39:20: Man scheitert jeden Tag irgendwo an irgendwas weil etwas nicht funktioniert.

00:39:24: Ich mir Sachen vorstelle, die irgendwie so nicht funktionieren, so nicht kommen aber ich habe kein großes Scheiter und ich glaube es liegt auch darin dass sich auf Scheitern anders schaue.

00:39:35: Ich sage, das ist nicht existenziell.

00:39:38: Dann halte ich es jetzt mal aus und gucke nochmal drüber, denke noch einmal darüber nach und mache es anders.

00:39:44: Und Fehler machen ist normal.

00:39:46: also für mich irgendwie kein Scheitern.

00:39:49: Vielen Dank fürs Gespräch!

00:39:51: Und euch vielen dank fürs Zuhören.

Über diesen Podcast

In jeder KUNSTPAUSE sprechen wir mit einem Gast über ein Werk aus der Sammlung der Nationalgalerie, das dieser selbst ausgewählt hat. Ausgehend von der jeweiligen Arbeit entwickeln sich spannende Gespräche über die Kunst und vieles mehr.

von und mit JUNGE FREUNDE der Nationalgalerie

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