Kunstpause | Podcast der JUNGEN FREUNDE der Nationalgalerie

Kunstpause | Podcast der JUNGEN FREUNDE der Nationalgalerie

Transkript

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00:00:00: Ein Physiker der sich aufopfert für seine Forschung, sein Leben lang würde ich sagen ist fast Kunst.

00:00:06: Das ist am Ende das Resultat wird nicht übersetzt in die Kunst wie wir sie verstehen aber per se der Akt dass unendlich in die Tiefe gehen und immer wieder weiter und auch eigentlich aussichtslos immer weiter diesem Gedanken dieser Begeisterung zu folgen das es für mich Kunst

00:00:26: sagt.

00:00:26: Friedrich Gräfling den wir für eine neue Kunstpause getroffen haben um mit ihm über die Tätigkeit, die er gemeinsam mit seiner Frau Johanna ausübt zu sprechen und vor allem über die große Leidenschaft der beiden für die Kunst.

00:00:38: Herzlich willkommen in der Kunstpause Friedrich!

00:00:40: Vielen Dank dass ich hier bei euch in Berlin sein darf.

00:00:43: Ja

00:00:43: herzlich Willkommen.

00:00:44: Und wie immer zu Beginn der Kunst Pause sprechen wir über ein Werk aus der Sammlung Friedrich, du und deine Frau ja auch eine eigene Sammlung haben.

00:00:53: Und es da gewisse, sage ich mal Überschneidungen der Künstler gibt, haben wir uns für ein Werk entschieden oder habt ihr euch viel mehr für einen Werk entschieden von Christian Jankowski?

00:01:06: Für den Preis der Nationalgalerie, zweitausend Nominiert mit noch einigen anderen.

00:01:10: und über die Arbeit, über die wir sprechen wollen.

00:01:14: Freu ich mich besonders weil sie auch vor einiger Zeit im Hamburger Bahnhof wiederzusehen war.

00:01:18: Sie heißt Herzlichen Glückwunsch ist eine Video Installation Und verrat mir mehr Friedrich warum habt ihr euch für diese Arbeit entschieden?

00:01:26: Generell glaube ich dass er in sehr vielen Ebenen arbeitet und das wäre jetzt auch meine direkte Antwort auf die erste Frage gewesen sind viele Ebenen gewesen, die uns zu der Entscheidung dieses Werk auszuwählen geführt haben.

00:01:39: Und zwar einmal war natürlich der erste Preis der Nationalglerie und zu dem Zeitpunkt waren wir noch inaktiv zur Jahrtausendwende, müssen jetzt nachrechnen welche Klasse ich da ging.

00:01:50: aber das spielte Kunst und vor allem sammeln überhaupt keine Rolle Und dementsprechend ist das jetzt retroespektiv von mir oder von uns eine Arbeit und natürlich auch der Künstler dann gewählt.

00:02:00: Der Preis der Nationalgalerie als solches hat irgendwie eine Bedeutung für uns, und dementsprechend ist es natürlich eine schöne Verbindung, dass es tatsächlich auch der erste Preis war.

00:02:09: Das schon mal die eine Ebene, die andere Ebene ist sicherlich Christian Jankowski als Künstlerin vom Werk her, auch wie er uns begleitet – ich denke man da können wir gleich noch mal tiefer einsteigen.

00:02:20: Und als dritte Ebene würde ich sagen, es geht bei seinem Beitrag einmal natürlich werkspezifisch aber dann auch um reden und das Reden schwingt und sich in Szene setzen beziehungsweise Publikum bedienen als solches.

00:02:35: und gewissermaßen das tun wir ja heute indem wir zwar keine Reden als solches schwingen, aber natürlich sprechen und dem Publikums- und jungen Freundeskreis der Nationalgalerie eine gewisse Rede und Antwort.

00:02:46: Vielleicht müssen wir dazu sagen, dass diese Videoinstallation aus fiktiven Preisreden besteht.

00:02:53: Die sich Christian Jankowski erdacht hat und die dann Schauspieler eingesprochen haben und die man auf Video nachverfolgen kann.

00:03:00: Ich fand das ganz eindrücklich!

00:03:02: Das war vor einiger Zeit im Hamburger Bahnhof zu sehen und war auch noch mal eine schöne Referenz.

00:03:08: Die Zweitausender und diese Zeit, wo der Preis der Nationalgalerie entstanden ist im Jahr zweitausend.

00:03:13: Ich glaube, dass Christian Jankowski für sich auch den Begriff des Spiels immer gerne bemüht.

00:03:20: Vielleicht können wir heute in diesem Gespräch über das Spielen mit der Kunst sprechen – ganz lustvollen Sinne!

00:03:26: Was für ein Spiel siehst du in dieser Arbeit von Jan Kovsky?

00:03:29: Was wird da gespielt?

00:03:31: Welche Rollen werden vielleicht erfunden ...

00:03:33: Sicherlich ist ja schon mal verrückt oder ... komplett gedreht, dass das Werk was für die Zuteilung des Preises als solches vorab entsteht zeigt sozusagen den Endpunkt.

00:03:47: Also zeigt eigentlich den Moment danach wo ich mich für den Erhalt des preises bedanke und in dem Fall eben vier professionelle Redenschreiber die allerdings jetzt nicht aus dem Kunstkontext kommen die auch nichts mit ihm zu tun und was dann natürlich, wenn man jetzt ins tiefere Werk geht ganz bedeutend für Christian Kowski ist.

00:04:06: Dass er eben immer mit Kunstfremden Personen agiert also Schülergruppen oder Fahrern oder eben in Vatikanen geht oder Rollen im Museum tauscht und in diesem Fall auch wieder.

00:04:20: aber das ist uns auch noch mal ein sehr interessanter Punkt dass es eben vier Reden sind.

00:04:25: Es sind immer viele Nominis und alle vier haben sozusagen in seinem Werk gewonnen, also auch diese Rivalität oder diese.

00:04:33: Wer hat jetzt das was ja auch Objektiv ist.

00:04:35: Wer hat das bessere Werk?

00:04:37: Wer hat irgendwo sehr schon als solches genug fast im Hamburger Bahnhof auszustellen dafür nominiert zu sein?

00:04:45: wie wird das bewertet?

00:04:46: Und das dreht er ja rum.

00:04:47: plötzlich gewinnt eigentlich jeder.

00:04:49: Er hatte eigentlich zu einem ganz frühen Zeitpunkt dieses Preises die Regeln selber spielerisch neu definiert und damit schon fast was vorweggenommen, was erst vor ein paar Jahren in der Geschichte dieses Preises der Nationalgalerie dann wirklich vollzogen wurde.

00:05:02: Dass nämlich der Preis als solcher im Grunde abgeschafft wurde – der Hauptpreis!

00:05:06: Und einfach eine Gruppenausstellung.

00:05:08: das Ergebnis war.

00:05:09: Das war zumindest mal ne Zwischenphase.

00:05:11: jetzt hat der Preis wieder aus unterschiedlichen Gründen eine neue Wendung genommen und wird einem Großvorderin Maurizio Cattellan verliehen in diesem Jahr.

00:05:19: aber das spielt eine andere Rolle.

00:05:21: vielleicht hätte Christian Janowkowski auch darauf noch eine spielerische Replik.

00:05:24: Definitiv!

00:05:26: Ja, du hast gerade schon angeschnitten.

00:05:27: es gibt auch einen starken Bezug bei Christian Jankowski zu euch und eurer Tätigkeit.

00:05:32: ich muss gestehen jetzt in Vorbereitung auf dem Podcast kann ich's gar nicht in ein Satz packen oder in eine Berufsbezeichnung weil ihr macht einfach so unglaublich viel.

00:05:40: also ich habe vorhin kurz den Begriff Kuratoren-Sammler Ausstellungsmacherpaar notiert aber eigentlich greift das auch zu kurz weil er macht noch viel mehr.

00:05:49: also hol uns ein bisschen ab Was macht ihr

00:05:51: eigentlich?

00:05:52: Es können wir auch nicht sagen.

00:05:55: Nee, es ist wirklich eine schwierige Sache mit dem Definieren weil wir glaube ich da auch anders auf die Sachen blicken.

00:06:04: für uns sind alle und jetzt oder aus meinem Blick Winkel, ich habe Architektur studiert, sind sehr viele Tätigkeiten, die wir ausüben oder Projekte, die wer ausübt architektonischer Natur und das sind Ausstellungen, so wie ich sie sehe oder denke.

00:06:22: Produktionen die wir mit Künstlern durchführen verstehe ich unter dem Aspekt aber das ist vielleicht weil mein Gehirn einfach als solches auf die Welt und auf die Dinge blickt.

00:06:31: Johanna kommt aus einem Wirtschafts-Hintergrund, hat dann noch Kunstgeschichte studiert was tatsächlich uns auch wieder zurückbringen würde.

00:06:39: zu Christian Jankowski es war nicht eine ihre ersten Dissertation oder Paper gegenüber Christian Janchowsky.

00:06:45: Kurioserweise The Perfect Gallery wo er in London die perfekte Galerie gebaut hat, also was ja dann auch wieder irgendwo ein architektonisches Spiel mit uns zu tun hatte und das wirklich reine Zufälle sind.

00:06:59: Aber wir gehen auch in den Gebautenraum, wir entwickeln Einrichtungskonzepte, Architektur, scenografische Momente aber immer sehr eng oder oft durch die Kunst und durch die Gestaltung.

00:07:12: Und für Christian Jankowski habt ihr auch das Wohnatelier konzipiert richtig?

00:07:18: Genau.

00:07:19: Mehr mit ihm oder für ihn ist natürlich immer eigentlich im Dialog mit, sag ich mal den Auftraggebern.

00:07:24: aber wir haben die Material- und Farbgestaltung seines Wohnateliers in Bucharest konzipiert und genau das sind den letzten Zügen ja jetzt ein langer Prozess weil er wollte auch eine sehr matte Haptik haben und Wir arbeiten sehr viel mit Lehm oder natürlichen Bauelementen und haben dann einen Leben pigmentiert und haben jeden Raum teilweise mehrere Farblinien pro Raum mit unterschiedlichen Leben dann durchpigmentieren lassen, aber nach eben unseren Farbstaltungen und die wurden aus Deutschland unter Franken wird der Leben für uns pigmentiert.

00:07:59: Nach Bucharest das war schon mal eine erste Herausforderung, wir hatten noch nie einen Auftrag außerhalb der näheren EU Und das überhaupt dahin zu bringen und dann in Bucharest, die man so finden, der genauso auch den Leben mischen und auftragen kann.

00:08:14: Aber das ist jetzt soweit eigentlich abgeschlossen.

00:08:17: Jetzt geht es an die Finishing Touches!

00:08:19: Du hast gerade schon gesagt, dass Feld in dem ihr arbeitet ist also häufig die Schnittstelle von Architektur Design Kunst.

00:08:25: Wie haben wir uns das vorzustellen?

00:08:26: welches Volumen?

00:08:28: gar nicht unbedingt den absoluten Zahlen aber eher in prozentualen Machtprojekte bei euch aus, die ihr selber initiiert?

00:08:35: Also die auf eurem in Anführungszeichen kreativen Mist gewachsen sind und aus solchen die an euch herangetragen werden weil das was du beschrieben hast klingt ja teilweise auch nach nahe Dienstleistung, die ich mir wenn nicht besonders kreativ bin oder vielleicht viel Geld habe aber wenig Ahnung einkaufen kann.

00:08:51: Gleichzeitig glaube ich viele der Projekte initiiert ihr regelrecht.

00:08:55: Es ist eine Entwicklung.

00:08:56: also ursprünglich haben wir eigentlich alles initiiert.

00:08:59: Tatsächlich kann man sogar sagen, die Sammlung wurde ja vorhin kurz erwähnt.

00:09:02: Selbst die Sammlung ist initiiert natürlich immer initiiert wenn man irgendwie die Transaktion leistet.

00:09:09: aber in meinem Fall habe ich mir die Sammelung ja erarbeitet indem ich mit Künstlern kooperiert und gearbeitet habe oder sie bei anderen Sachen unterstützt haben.

00:09:17: also auch selbst da ist genau diese.

00:09:19: diese Initierung hat stattgefunden.

00:09:22: Das wiederum hat zum Beispiel initiiert, dass wir in Salon Kennedy unseren Ausstellungsraum in Frankfurt betreiben.

00:09:28: Und so sind wirklich eigentlich alle Projekte ursprünglich von uns initiiert worden.

00:09:33: und aber mittlerweile ist es würde ich mal sagen fast fifty-fifty.

00:09:36: Und wann merkt man das was das Zeug dazu hätte ein Projekt zu sein?

00:09:41: Also wir sind ja alles offene Menschen und gehen mit offenen Augen durch die Welt auch unsere Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:09:49: bestimmte Dinge verlaufen sich aber sicherlich auch im Sand.

00:09:51: Das ist komplett normal, aber wann sind deine Frau Johanna und du?

00:09:56: Wann gibt es diesen Einrastmoment wo ihr sagt irgendwie könnte das größer gedacht werden und daraus könnte was werden, was bleibt und mit dem man vielleicht sogar noch ein bisschen Geld verdienen kann?

00:10:08: Das zweite ist natürlich enorm wichtig und ohne das ging's natürlich nicht, aber das wird eigentlich nie gedacht.

00:10:16: Das passiert

00:10:17: dann eher.

00:10:18: Genau, das passiert gibt auch oftmals jetzt wenn man in anderen Gruppierungen spricht Businessplan ist ein Wort was wir nicht kennen.

00:10:27: Excel Tabelle erst mal bauen auch nicht.

00:10:30: ich glaube es ist ein bisschen.

00:10:32: vielleicht soll jetzt nicht blöd klingen aber ist eine gewisse Haltung uns gegenüber also gar nicht in der arroganten Form sondern eine Haltung die wir an uns selbst haben dass das was wir tun aus voller Überzeugung oder aus volle Leidenschaft getan wird.

00:10:50: Und damit ist es für dich ein Projekt, also selbst wenn wir auf einem ganz einfachen alltäglichem Level nach Essenseinladungen haben, denken wir die jetzt nicht strategisch als Projekt sondern dann haben wir einfach Spaß dabei eine Menükarte zu gestalten und thematisch den Tisch und das Menü abzustimmen und zu kochen auch wenn's in Anführungsstrichen privat zehn Freunde sind.

00:11:15: Aber auch das wiederum ist ein Projekt, wir vermarkten es nicht.

00:11:18: Es wird nicht verwertet als solches aber in uns gehen wir es genauso an mit der Tiefe und dem der Leidenschaft wie wenn wir ein ganzheitliches Architekturprojekt angehen.

00:11:30: also dass man eine ich mit Haltung.

00:11:32: es ist glaube ich einfach diese Ernsthaftigkeit vielleicht.

00:11:37: Ein gebautes Leben?

00:11:39: Das wäre ja wieder die Excel-Tabelle

00:11:43: Verstehe.

00:11:44: Ja, aber doch so ein bisschen Lebensarchitekt.

00:11:46: also ich meine du bist studierter Architekt.

00:11:49: Ich sehe darin das Leben als Projekt mit Subprojekten zu begreifen eine Haltung auf jeden Fall Aber schon auch ein gewisses Mindset dass vielleicht dem eines Architekten entspricht Vielleicht nicht so durchs Leben zu stolpern

00:12:06: dass es eigentlich überall Anknüpfungspunkte immer gibt.

00:12:10: Und das bestätigt sich jetzt auch noch mal, weil du sagtest, auch ein Abendessen wird als Projekt gedacht?

00:12:16: Ich habe gedacht, ist eigentlich immer gedacht in Momenten von sinnlicher Erfahrung, dass man irgendwie... Also es ist so platt wenn man sagt ich will was Schönes erleben aber ich hab bei vielen Punkten gedacht, dass es irgendwie immer einen Momentum wo ich etwas sinnlich erfahren kann.

00:12:30: also ihr treibt auch das du gerade schon erwähnt in Frankfurt am Main den Salon Kennedy damit nochmal ein bisschen tiefer einsteigen.

00:12:37: Was hat es damit auf sich?

00:12:38: Ist das ein Ausstellungsraum und was macht ihr da?

00:12:41: Im Prinzip ist der Name Programm, also Salon, Kennedy ist jetzt Sekundär, das ist auf der Kennedy Allee.

00:12:47: Der erste Teil des Namens der Salon – das ist im Prinzip das Programm.

00:12:50: Also ja, es sind Räume die immer leer sind.

00:12:53: für die Kunst werden auch nicht bespielt in externer Raum als solches, indem wir einladen eigentlich mit einer weitestgehenden Card Blanche versuchen, allen Beteiligten einen Raum zu geben.

00:13:09: Und alle Beteilligten bedeutet erstmal primär natürlich die Kunst, die gezeigt wird.

00:13:13: Da würde ich auch schon wieder sagen komme ich dann architektonisch dass ich wenig Interesse habe.

00:13:18: da wird etwas im Studio entwickelt das wird verpackt und transportiert wird aufgehängt und dann wird es verkauft oder vermittelt.

00:13:27: Das ist eigentlich nicht das primäre Interesse sondern das Interesse fast aus einer egoistischen Haltung, so ist es geboren.

00:13:34: Das war für uns ein Moment, dass wir näher und persönlicher mit Künstlern in Kontakt kommen können.

00:13:40: Dass die zu uns kommen, dass sie in Anfängen auf der Luftmatratze bei uns am Boden gelegen haben.

00:13:45: Und wir eben zusammen ein Projekt entwickeln, aber das nicht nur als Projekt sondern auch abends kochen oder ... ein Alltag verbringen und dadurch natürlich einen ganz anderen Zugang gewinnen.

00:13:59: Und eine ganz andere persönliche menschliche Ebene zu der Person, aber eben auch zum Werk entwickeln können.

00:14:06: Und dieses dann zu teilen ist eigentlich die Essenz davon plus für die Kunst der Kunst eine Plattform zu geben neu und anders zu vermitteln vorzustellen Auch den Raum zu geben dass es oft so dieser Moment ist.

00:14:21: sie können eine neue Werkserie vorstellen.

00:14:24: Sie können etwas experimentieren.

00:14:26: Gregor Hildebrand zum Beispiel hat bei uns mal eine Tapewand gemacht und hat da erstmalig Arbeiten in dieser Wand gezeigt, also er hatte schon öfters Tapes an der Wand aber eben noch nie diese sozusagen als Tapete für dieses Rahmen anderer Arbeiten verwendet.

00:14:43: Also genau es ist so ein bisschen auch da so dieser sichere Ort oder dieses Miteinander das zusammen entwickeln.

00:14:49: Welche anderen Künstlerinnen und Künstlern habt ihr schon im Salon Kennedy gezeigt?

00:14:53: Du hast Zildebrand gerade erwähnt, Salzdorfer.

00:14:56: Wer war noch bei euch?

00:14:57: Also wenn man jetzt nur den Frankfurter Salon Canada werden tatsächlich davor in London waren es die Anfänger was natürlich nicht Salon Canadian.

00:15:04: aber wenn wir in Frankfurt anfangs professionellen Level erst denken Mit Alicia Quade, mit Jorinda Vogt.

00:15:11: Wir hatten Emanuel Rös aus LA mal eingeladen und wir hatten mit Yves Scherer aus New York ein Projekt gemacht.

00:15:18: Teilweise auch schon mit Jüngeren die wir an den Rundgängen kennengelernt haben und dann in Dialog getreten sind.

00:15:26: Es gibt auch da keine Programmatik.

00:15:28: also wir wissen tatsächlich meistens nicht was die nächste Ausstellung ist sondern es ist so ein Prozess und früher noch vor tatsächlich mit Covid.

00:15:37: Covid war bei uns auch gleichzeitig Kinder, aber das einhergehend hatten wir acht neuen Ausstellungen.

00:15:44: Also fast galeriemäßig Turnusprogramm.

00:15:47: jetzt nehmen wir uns auch mehr die Zeit

00:15:49: und es gibt nicht nur den Salon in der Stadt sondern es gibt auch den Saloon auf dem Land wo zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Michael Seißdorfer weiter ging.

00:15:57: Der wird dort gerade zusammen mit Jurinde Vogt im Dialog mit Josef Beuss gezeigt.

00:16:02: Welcher Beuss ist denn da?

00:16:05: Genau, wir haben eine kleine Depondors für den Salon Kennedy in einer umgebauten restaurierten Scheune.

00:16:14: Und wir haben parallel auch noch im selben Ort vor zwölf- dreizehn Jahren einen ganz normalen Kunstverein gegründet also wirklich ein eingetragenen Verein der sich wie in der Tradition der deutschen Kunstvereine versteht und durch Mitglieder getragen wird.

00:16:30: Da ist so ein Hybrid dieses Jahr entstanden dass wir eine Ausstellung im öffentlichen Raum organisiert haben mit Skulpturen, die sich aufbauen.

00:16:39: zu einem Ort an dem wir eine Boys Eiche gepflanzt haben.

00:16:44: Jetzt muss man ein bisschen aufpassen... Die Boys Eichen sind ja die sieben Tausend in Kassel, die sind abgeschlossen aber es gibt noch.

00:16:54: Er hat immer in einer gewissen Distanz zu neuen Eichen gesetzt, die er gepflanzt hat.

00:17:12: Und mit einer Idee dass diese tausend alte massives Gestein was ja aus unserer Sicht ewig haltend Da ist von diesem lebendigen kleinen Lensling in ungefähr hundert Jahren zur Seite gedrückt wird.

00:17:27: Diese sixty- vier stehen, da gibt es noch Die sollten in die Welt verstreut werden.

00:17:31: Es steht unter anderem, in New York steht eine, das Hessische Landesmuseum hat eine und ich habe irgendwie Wind bekommen von dieser Rondvolute der Stählen und hab mich ins Zeug gelegt und wollte unbedingt auch für uns verwiesen so eine Stähle bekommen.

00:17:46: oder nach langen hin und her und natürlich viele Gremien und diverse Stiftungen und Museen und Personen, die dort involviert sind haben wir so eine stähle zugesprochen bekommen.

00:17:58: Abschluss haben wir diese Eiche zu Ehren von Josef Beuys gepflanzt und die Stähle daneben gesetzt.

00:18:03: Die ist jetzt permanent in Wiesen, mussten auch einen Vertrag unterzeichnen als wir uns die nächsten fünfhundert Jahre darum kümmern.

00:18:10: das kann ich mit gutem Gewissen eingehen.

00:18:12: Und in dem Sinne haben wir dann für ein Salon Kennedy aufm Land aber für unsere umgebaute Scheune Künstler eingeladen in dem Fall Michael Salzdorfer und Jurende Vogt mit ihren Arbeiten in der Ausstellung auf Boys eingehen.

00:18:26: Michael Salzdorfer zeigt seine abgegossenen Batterien an denen natürlich einen sehr starken Boysbezug haben.

00:18:33: Und die Rinde Vogt hat eine Arbeit, was der Serie Masse und Macht, den natürlich auch im Boysbezug hat.

00:18:39: Wie

00:18:39: sind diese verschiedenen Standorte der Salon in Frankfurt und auf dem Land in Wiesen für die Öffentlichkeit zugänglich?

00:18:47: Ist das bei Appointment?

00:18:49: Schreibt man euch ne E-Mail!

00:18:50: Wann können uns eure Zuhörerinnen und Zuhöre

00:18:53: besuchen?!

00:18:54: Wir hatten mal Öffnungszeiten... ...und sie wurden auch genutzt.

00:18:59: Aber doch sehr viele Leute wollen dann außerhalb der Öffnungszeiten kommen, was völlig in Ordnung ist.

00:19:04: Und es gibt noch einen zweiten Grund.

00:19:06: Salon in Deutschland ist nicht unbedingt so verbreitet, dass wir relativ oft über Google auch Anrufe bekommen haben, dass jemand gerne ein Haarschnitt hätte.

00:19:16: Weshalb wird tatsächlich auf Google... unsere Öffnungszeiten rausgenommen haben.

00:19:22: Wir haben geschlossen, da steht jetzt dauerhaft geschlossen.

00:19:24: das ist ein Trugschluss aber mehr geht nicht.

00:19:26: man kann bei Google leider nicht bei Appointment also lange Rede kurzer sind es gibt keinen Haarschnitt bei uns.

00:19:31: man konnte mal tätowiert werden wir hatten meine Ausstrahlung und da können wir auch noch reinkommen.

00:19:34: Es ist bei Appointment Und aber dadurch eigentlich immer geöffnet.

00:19:39: wenn wir da sind

00:19:40: Konnte sich tätowieren lassen bei euch im Salon.

00:19:42: wer war da im Spiel?

00:19:43: David Schießer der genau ist sehr bekannter Tätowierer, wo wirklich aus der ganzen Welt Leute zu ihm einfliegen.

00:19:52: Und man kann immer nur seine Zeichnungen tätowiert bekommen und auch nur in der Größe der Zeichnung.

00:19:57: Dort kann man sich dann auswählen und wir haben ihn eingeladen, hat unsere Wand gezeichnet und hat dann während der Ausstellung eine Tattoo-Bank und sozusagen sein Tattoo Studio aufgebaut.

00:20:06: Gerade Frankfurt war natürlich prädestiniert, kamen Leute aus der ganze Welt um sich von ihnen tätowieren lassen und konnten eben nur einen Motiv von der Wand nehmen Tätowieren lassen.

00:20:17: Was konzeptuell und als Story sehr schön ist, angeschlossen ist unser Büro... Es ist ein gewisser Geruch!

00:20:24: Und es ist auch diese ganze Zeit ... was nicht unbedingt förderlich für die Alltagsarbeit ist.

00:20:31: Aber gut, was man sich für die Kunst macht?

00:20:33: Man sieht also dass die Projekte Die ihr macht, eigentlich auch wirklich den Prinzip des Spiels über das wir vorhin sprachen folgen.

00:20:41: Dass ihr immer wieder vielleicht versucht neue Formen zu finden und deswegen diese gewählte Form des Salons die richtig ist anstatt zu sagen Wir bauen jetzt eine Sammlung auf die folgt einem bestimmten roten Faden Und muss in einen Bunker gezeigt werden oder ähnliches?

00:20:59: Ja man muss die sammlung wirklich kommen Blät-Differenzieren vom Salon Kennedy, also es hat auch nichts.

00:21:05: Also wir zeigen SalonKennedy nie etwas was uns gehört.

00:21:08: Salonkennedy ist auch als solches kommerziell weil natürlich die Künstler primär davon leben müssen.

00:21:14: bei uns ist es so dass wenn wir irgendwie beteiligt sind das es das wieder zurück in die Kunst fließt.

00:21:19: Das wäre ganz interessant.

00:21:22: Was bedeutet das, dass das wieder zurück in die Kunst fließt?

00:21:25: Heißt das Werke, die ihr zeigt im Salon könnte man theoretisch kaufen und wenn ja dann würden die Erlöser aber in kommende Projekte des Salons

00:21:32: fließen oder... Genau.

00:21:33: Die Arbeiten sind verkäuflich im Saloon Kennedy und ich finde es anmaßend zu sagen ist nicht verkäuftig weil natürlich über den Verkauf das Werk überhaupt Bestand hat und der Künstler ja da nur so weiterarbeiten kann.

00:21:49: Und das natürlich essentiell ist.

00:21:52: Plus, wir unseren Teil... Das fließt zurück in die Kunst weil wir eben auch Kunstproduktionen mit unterstützen, weil wir natürlich auch ein Vermittlungsprogramm führen, organisieren und es geht eigentlich um eine Entschleunigung.

00:22:10: Ich glaube, dass ist auch ein ganz wichtiger Punkt des Salons, beiläufiges Besuchen ist, was auch wieder nochmal auf die Öffnungszeiten zurückkommt.

00:22:21: Sei es eben das ganz Bewusste und dann auch automatisch in den Dialog kommen sei es bei der Eröffnung mit ein paar Leuten dass man da auch also ich anfangs ja auch schon gesagt hat was unsere eigene Motivation ist den Künstler kennenzulernen mit dem Zeit zu verbringen, dass wir diesen Raum auch zumindestens während der Eröpfung geben und dann sehr oft auch tatsächlich Programme drum herum mit Abendessen, die allerdings doch intimer sind.

00:22:45: Es ist nicht das Galerieessen wie man es vielleicht von der klassischen Galerie kennt wo man feiernd einlädt sondern dass es eher ein Zusammenkommen des Austausches aber eben durch die Kunst und mit dem Künstler und man darüber auch nochmal ganz anderen Bezug schaffen kann und kennenlernen oder einen Austausch.

00:23:03: so ist eben auch dieses Entschleunigen.

00:23:04: Man muss uns gewissermaßen erst mal suchen und wenn man diese Hürde überwunden hat muss man den Mut aufbringen Man muss eine E-Mail schreiben oder anrufen.

00:23:13: Aber wenn man diese Hürden überwunden hat und dann tatsächlich kommt, dann glaube ich ist noch nie jemand unter einer Stunde raus durchgegangen weil automatisch öffnen wir die Türen.

00:23:24: Automatisch kommen wir ins Gespräch und spricht über Kunst aber auch diverses andere.

00:23:30: Das ist für uns ein Mittel Leute zusammenzubringen.

00:23:33: Mittel ist ein gutes Stichwort.

00:23:35: das auch gerade gesagt eher gestalteten Vermittlungsprogramm.

00:23:39: Ist das genau das, was du gerade beschrieben hast?

00:23:40: Dieses Zugehen auf Menschen, die sich interessieren.

00:23:43: Ihr sprecht darüber ihr ladet dann auch bestimmte Leute zum Essen eines gipten Austauschs.

00:23:49: ist das diese Art des Vermittlungsprogramms oder gibt es darüber hinaus noch Angebote, die so diesen vielleicht Namen-Salon-Charakter ich denke da an Salons, die es auch früher in dieser Stadt gab wo zur Lesung eingeladen wurde ist das ungefähr so zu begreifen?

00:24:05: Genau, genau so ist es zu begreifen.

00:24:07: Es ist glaube ich einfach persönlicher Natur das für uns ein Abendessen oder ein geselligeres Zusammenkommen eher uns entspricht und auch unser Mediet dann auch wieder ist als jetzt ein Künstlergespräch oder eine Vorlesung oder sowas.

00:24:22: aber im Prinzip ist es übertragbar, dasselbe.

00:24:25: Es gibt noch weitere Projekte wo wir wieder dabei sind die wir machen denn wir werden immer wieder gefragt können nimmt uns nochmal mit ins Atelier.

00:24:31: und da haben wir letztes Jahr Ein paar Künstler hier in Berlin tatsächlich angefragt und gesagt, können wir mit Freunden vorbeikommen?

00:24:38: Und dann haben wir dann zwei Großraumtaxen und fahren da lang und gehen in die Ateliers.

00:24:44: Und nachdem wir eingeladen haben und dann hat sich das so weiter verbreitet, dann waren wir tatsächlich über fünfzig Leute.

00:24:53: Uns im Reisebus zwei Tage durch Berlin – und es ist natürlich auch eine ganz andere Organisation plötzlich, weil man nicht mehr mittags zwischen den Studiobesuchen einfach mal zum Vietnamesen um die Ecke Mittagessen geht, wenn man mit fünfzig Mann da ganz anders einfällt.

00:25:08: Ja, komplette Eventplanung des Wochenendes.

00:25:12: Aber sehr schön und natürlich auch wieder eben sehr persönlich und sehr privat und sehr gesellig kann man fast sagen.

00:25:18: Und umgekehrt wissen unsere Zuhörerinnen und Zuhörer jetzt wo sie in Frankfurt klingeln können wenn ihnen langweilig werden sollte.

00:25:24: ich würde gerne noch ein ganz bisschen über diese Frankfurter Besonderheit sprechen die diese Stadt hat die ja wirklich von Off Spaces in Offenbach Die an die Hochschule angegliedert sind bis zu der städtelschen Sammlung reicht, also eine große Vielfalt.

00:25:42: Wie würdet ihr euch da sozusagen einnischen in diesem Kosmos?

00:25:46: Oder welche Rolle spielt ihr wenn man das von oben betrachtet als jeder bringt verschiedene Dinge mit an den Tisch?

00:25:52: wie würdet Ihr sagen welcher Aufgabe habt ihr?

00:25:54: auch weil?

00:25:54: ihr könntet natürlich mit eurem großen Engagement für die Kunst auch einfach sagen ihr seid große mit zehn des Städts Das scheint euch nicht zu reizen oder nicht zu reichen, eins von beidem.

00:26:05: Erzähl vielleicht ein bisschen über diese selbst definierte Aufgabe die ihr euch da gewählt habt und warum ihr auch meint für Frankfurt und die Region vielleicht so etwas wie mehr wert zu schaffen?

00:26:16: Wir sind tatsächlich wir haben davor in London gelebt und dort auch studiert und sind der Kunstwegen aus freien Stücken nach Frankfurt was auch für Frankfurt selten ist meistens die meisten zugezogenen Frankfurt kommen wegen des Jobs nach Frankfurt auf Frankfurt aus London geblickt und haben gedacht, das ist ein kleines London.

00:26:34: Das hat eben diese Energie, diese Finanzenergie, diese Wirtschaftsenergie... Und gleichzeitig eben, was du gerade schon gesagt hast in eine enorme kulturelle Stärke.

00:26:45: Insbesondere für die Größe der Stadt und das auf allen Ebenen Off Spaces hast du benannt.

00:26:50: da natürlich nicht weg zu diskutieren ist die Städelschule Die eine der führende Kunstakademie ist aber dann natürlich auch weltführende Museen und Sammlungen dahinter Indem wir uns zum Teil engagieren.

00:27:03: Wir sind im Städelmuseum in einer Fördergruppe Ich bin seit letztem Jahr im Vorstand der Schierenfreunde, also wo wir schon auch aktiv sind.

00:27:11: Aber ich glaube unsere wirkliche Stärke liegt eigentlich darin dass wir nah an der Produktion fast sind.

00:27:18: oder so Aktionen wie mit Michael Salzdorfer wo wird das Haus einstürzen haben lassen von den Tränen?

00:27:23: Wir haben keine Autoren schafft in dem Werk natürlich nicht.

00:27:25: aber es ist wir zwei drei Jahre dafür zugearbeitet und organisiert und es eben umgesetzt als solche sodass machbar gemacht.

00:27:34: und ich glaube Wo wir wieder bei diesem Projekt Gedanken sind, mehr unsere Stärke.

00:27:39: Dass wir aktiv produzieren und produzieren kann natürlich auch Gedanken sein können Austausch sein also aktiv da eine Rolle übernehmen.

00:27:48: Ja, das finde ich sehr spannend was du sagst.

00:27:50: Weil wir natürlich auch in unserem Freundeskreis uns immer die Frage stellen wie kann man Engagement für die Kunst noch anders denken neu definieren bei euch also offenbar ein Ansatz mit an der Kunstproduktion sich zu beteiligen da Dinge zu ermöglichen?

00:28:03: Da gibt es glaube ich ein Projekt von euch was die Greffling Editions sind.

00:28:06: vielleicht kannst du auch von diesem weiteren Projekt in eurem Spielplatz der Kunst noch erzählen.

00:28:12: Ich glaube da habt ihr vor kurzem etwas Neues lanciert.

00:28:14: Genau sind viele Projekte ne das sind das sind auch eben wieder Elemente, die sich natürlich ergeben und in dem Fall Greffling Editions.

00:28:24: Die Design Linie, sage ich mal Möbellinie, die aus unseren Architektur-Interior-Projekten ergeben hat aber eben dadurch dass wir auch die Architektor immer sehr eng durch die Kunst denken bzw.

00:28:39: sehr oft Kunst vor Raum da ist, auch externe wo wir von Auftrag geben gefragt werden, für sie aktiv zu werden.

00:28:48: In dem Falle war es so dass wir ein Projekt hatten wo wir sehr viel mit Naturstein gearbeitet haben mit ganz seltenen oder ganz besonderen Graniten und mussten für das Projekt ganze Rothafen für uns brechen lassen und wir wollten keinen Verschnitt haben und also erst mal mit diesen großen Rothafeln sag ich mal das Bad- oder Küche ausgekleidet gestaltet.

00:29:13: Daraus resultierten dann Reste.

00:29:15: Diese Reste haben wir dann gebündelt und gesammelt auf den Terrassenboden verlegt in tatsächlich einem Dielenformat, wo wir wieder die Dielen des Esszimmers kopiert haben in ihrer Breite und haben dann einen sehr ikähnlichen Granit-Dielenboden von innen nach draußen gebracht.

00:29:35: Und auch da natürlich kamen wieder Reste, die übrig geblieben sind.

00:29:39: Die haben wir einem Künstler Felix Kultau in dem Falle übergeben um mit ihm zusammen eine limitierte Greffling Edition aufzulegen wo aus seiner Sicht ein Kunstwerk ist, eine Skulptur und aus unserer Sicht... und die vermischen sich natürlich, aber wir es als Lampe vielleicht definieren würden.

00:29:58: Also auch als nutzbares Designobjekt in dem spezifischen Fall.

00:30:03: jetzt ist natürlich limitiert weil's einfach limitiert ist aufgrund der Basis wie viel Stein er zur Verfügung hat.

00:30:09: dadurch ist es eigentlich mal so fast eine Edition collectible.

00:30:13: Aber im übertragenen Sinne haben wir da auch ein Tisch haben wir auch Komoden die nicht limitiert sind, die wirklich als Möbel fungieren.

00:30:22: Das ist natürlich eine große ontologische Frage.

00:30:25: Was ist der Unterschied zwischen Kunst und Design?

00:30:27: Was hast du darüber gelernt?

00:30:30: Die werden wir nicht abschließend beantworten können, deswegen keine Angst aber mich interessiert deine Definition.

00:30:34: das

00:30:35: geht nicht.

00:30:35: ja da könnte ich.

00:30:36: jetzt könnte ich Lämen sein und sagen es wieder am Ende Architektur.

00:30:39: im Studium wurde uns das eben genau gesagt.

00:30:42: alles ist Architek-Tour.

00:30:43: ein Tisch ist im Prinzip Architektor.

00:30:45: wenn wir den mal zwanzig Vergrößern hat man ein Haus, man muss statisch nachdenken über Materialnachdenken.

00:30:53: Über Optik Nachdenken.

00:30:55: ähnlich ist es in der Kunst würde ich sagen.

00:30:57: natürlich das ist der gravierende Unterschied.

00:31:01: Es ist freier Man kann eben frei forschen auch wenn diese frage ist was macht gute kunst aus?

00:31:08: für mich ist es wenn es wirklich einen Forschungsähnlichen ansatz einen physiker der sich aufopfert für seine Forschung, sein Leben lang würde ich sagen es fast Kunst.

00:31:19: Es ist am Ende das Resultat wird nicht übersetzt in die Kunst wie wir sie verstehen aber per se der Akt dass unendlich in die Tiefe gehen und immer wieder weiter und auch eigentlich aussichtslos immer weiter diesem Gedanken dieser Begeisterung zu folgen Das ist für mich Kunst Und das ist wahrscheinlich der Unterschied dass eben nicht die Funktionen den Nutzen mit sich bringen muss.

00:31:44: Wer dann noch ein bisschen tiefer gehen will, könnte auch nochmal Heidegers Kunstwerkaufsatz zu Rate ziehen.

00:31:49: Der relativ viel Auskunft über die Dienlichkeit der Dinge und das Wirken des Werks gibt vielleicht auch eine ganz schöne sprachliche Unterscheidung.

00:31:59: Ja mit dienen könnt ihr mich ja

00:32:02: sehr schön.

00:32:03: danach würde ich sagen kann eigentlich nichts mehr kommen außer unsere letzten fünf Fragen.

00:32:10: Was ist dein Lieblingsmuseum?

00:32:11: So ein bisschen wie was es dein Lieblingskind architektonisch Foundation Bayerle ist definitiv, weil es in sich eine Skulptur ist aber sich zurücknimmt und funktioniert.

00:32:22: Als Gedanke des Museums oder der Kunstpräsentation gehört sicherlich auch so was wie Diabiken dazu wo einfach ein Kunstwerk einen Raum diese enorme Größe die Beziehung nicht unbedingt korratiert Bezug aufmachen müssen, obwohl jedes Werk für sich steht.

00:32:45: Aber dadurch natürlich einfach städtisch urban Museum funktioniert.

00:32:51: Hast du einen Lieblingsort?

00:32:54: Ich bin ein großer Verfechter des Kurens, was ich leider nicht tue aus zeitlichen und familiären Gründen aber dadurch werden es tatsächlich die Berge in die Ferne gucken.

00:33:07: Ernst Du gerade etwas Neues?

00:33:11: Mehr auf mich selbst zu hören!

00:33:13: Gab es in letzter Zeit eine Situation, wo du geschaltet bist und was hast du daraus

00:33:18: mitgenommen?

00:33:20: Wir scheitern eigentlich ständig.

00:33:24: Ich denke das aber auch dass in sich wieder ein Projekt ist also der Prozess eigentlich oder man sagt ja der Weg ist das Ziel.

00:33:34: In unserem Fall würde ich sagen Der Prozess ist fast das wichtigste.

00:33:37: Und daraus zu lernen und das auch wieder nicht nur negativ und positiv zu sehen sondern eben auch als

00:33:47: Vielen Dank für das Gespräch.

00:33:49: Danke euch

00:33:51: und euch.

00:33:51: vielen dank fürs zuhören!

Über diesen Podcast

In jeder KUNSTPAUSE sprechen wir mit einem Gast über ein Werk aus der Sammlung der Nationalgalerie, das dieser selbst ausgewählt hat. Ausgehend von der jeweiligen Arbeit entwickeln sich spannende Gespräche über die Kunst und vieles mehr.

von und mit JUNGE FREUNDE der Nationalgalerie

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